Zweite Liga

Union-Trainer Keller: Bloß keine Euphorie!

Union setzt vor allem auf die Fitness, um auch in Heidenheim erfolgreich sein zu können. Und auf das gestiegene Selbstbewusstsein.

Union-Trainer Jens Keller achtet ganz genau darauf, ob seine Profis die Konzentration verlieren

Union-Trainer Jens Keller achtet ganz genau darauf, ob seine Profis die Konzentration verlieren

Foto: Maurizio Gambarini / picture alliance / Maurizio Gamb

Berlin.  Die Zeit ist knapp für den 1. FC Union, aber der Spielplan will es so. Am Montagabend noch der bemerkenswerte Sieg gegen Eintracht Braunschweig (2:0), vier Tage später, am Freitagabend (18.30 Uhr, Sky) wartet schon das Gastspiel beim 1. FC Heidenheim. „Die Jungs haben wenig Schlaf bekommen“, sagte Trainer Jens Keller angesichts von Aufarbeitung, Vorbereitung auf den kommenden Gegner und Anreise in den Süden Deutschlands.

Der Sprung auf Platz vier wird seiner Elf helfen, den Jahresendspurt mit Begeisterung zu meistern. Doch Keller wäre nicht Keller, wenn er seine Profis nicht sofort auf das wirklich Wichtige einnorden würde. Also mahnte der 46-Jährige eindringlich: „Euphorie ist nie gut, aber wir dürfen selbstbewusst sein.“

Die Sinne schärfen für den nächsten Gegner, die Tabellensituation gar nicht erst zum Thema werden lassen – das sind die Bausteine, mit denen Keller die Seinen in der Spur halten möchte. „Ich schaue nicht auf die Tabelle, sondern nur auf die Leistung“, so Keller.

Team kann immer bis an seine Grenze gehen

Zumal die Aufgabe in Heidenheim nicht wirklich leichter werden wird als zuletzt gegen den entthronten Spitzenreiter. „Der Gegner will nicht viel in Ballbesitz sein“, analysierte der Union-Coach den 1. FCH. Stattdessen werden die Ostwürttemberger ähnlich wie Braunschweig versuchen, vor allem auf die zweiten Bälle – sprich: die Rückeroberung des Spielgerätes – zu gehen.

Seinen Optimismus, dass auch in Heidenheim Zählbares für Union herausspringen wird, zieht Keller nicht zuletzt aus dem physischen Zustand seiner Profis: „Die Mannschaft ist topfit und immer in der Lage, an ihre Grenze zu gehen oder – wie beim Pokalspiel in Dortmund – auch darüber hinaus“, machte er deutlich. Nicht unwichtig in einer Liga, die der gebürtige Stuttgarter sogar als laufintensiver bezeichnet als die Bundesliga.

Dass er auch in Heidenheim hohes Pressing spielen lassen will, versteht sich da von selbst. Zumal er bis auf Michael Parensen (Aufbautraining nach Mittelfußbruch) und Raffael Korte (Trainingsrückstand nach gebrochener Nase) auf alle Spieler zurückgreifen kann. Auch Damir Kreilach ist trotz seiner Kopfblessur einsatzbereit.