1:1 gegen Stuttgart

Union verdient sich nach starker zweiter Hälfte Remis

Lange kontrollierte Stuttgart gegen Union das Spiel. Nach dem Ausgleich durch Skrzybski waren die Eisernen dem Sieg sogar näher.

Steven Skrzybski (M) behauptet den Ball gegen Stuttgarts Florian Klein (l) und Takuma Asano (r)

Steven Skrzybski (M) behauptet den Ball gegen Stuttgarts Florian Klein (l) und Takuma Asano (r)

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Ausgerechnet der frühere Eisernen-Stürmer Simon Terodde brachte die Schwaben beim 1. FC Union schon frühzeitig in Führung (3. Minute). Doch den kampfstarken Gastgebern gelang nach einem Fehler von VfB-Torwart Mitchell Langerak durch Steven Skrzybski (60.) noch der Ausgleich zum 1:1 (0:1).

Am Ende hatten vor 22 012 Zuschauer in der ausverkauften „Alten Försterei“, davon 2500 VfB-Anhänger, beide Teams noch Chancen zum Siegtreffer. So aber bleibt Stuttgart nach dem 13. Spieltag mit 26 Punkten hinter Spitzenreiter Eintracht Braunschweig auf Platz zwei. Union rangiert mit 21 Zahlern auf Rang sieben.

Mit der ersten guten Aktion gingen die Gäste in Führung. Über die Stationen Carlos Mané und Christian Gentner kam der Ball ohne echte Berliner Gegenwehr zu Terodde. Der Ex-Unioner hat keine Mühe, den Ball freistehend im Tor unterzubringen. Terodde, der vor dem Anpfiff von den Union-Fans noch herzlich als „Fußballgott“ begrüßt wurde, traf damit für die Schwaben im fünften Spiel nacheinander.

Die gut organisierten Stuttgarter hatten auch ohne den gesperrten Kevin Großkreutz die Partie zunächst im Griff, gestatteten den Gastgebern vor der Pause keine echte Tormöglichkeiten. Nur Skrzybski versuchte sich mit zwei Schüssen (14., 15.). Auch ein Kopfball von Damir Kreilach stellte Langerak vor keine Probleme (37.). Allerdings beließen es die Gäste, die weiter ohne Hajime Hosogai und Daniel Ginczek auskommen mussten, auch bei der Verwaltung des Vorsprungs.

Union kam mit dem nach einer Schultereckgelenksprengung wieder einsatzbereiten Verteidiger Christopher Trimmel versuchte mit viel Kampf und Aggressivität ins Spiel. Der VfB aber erwischte auch in Halbzeit zwei einen Blitzstart. Doch dieses Mal parierte Union-Keeper Jakob Busk den Kopfball von Terodde (47.). Kurz danach hätten wiederum der ehemalige Berliner sowie Berkay Özcan (51.) für das Team von Trainer Hannes Wolf die Vorentscheidung erzwingen können.

So aber witterten die sich klar steigernden Unioner weiter ihre Chance. Und als Langerek einen Ball zu kurz abwehrte, reagiert Skrzybski am schnellsten und hob den Ball ins VfB-Tor. Danach entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Berlins Top-Torjäger Collin Quaner hätte gleich zweimal die Partie komplett drehen können (68., 69.). Auf der anderen Seite vergaben Mané (71.) und Terodde (73.) den Stuttgarter Sieg.