Zweite Liga

Für Union kommt Karlsruhe zur rechten Zeit

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Michael Färber
Union-Stürmer Philipp Hosiner (r.) steht zumindest vor der Rückkehr in den Kader

Union-Stürmer Philipp Hosiner (r.) steht zumindest vor der Rückkehr in den Kader

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Union hofft gegen den KSC auf den ersten Saisonsieg. Wer dabei auf die zwei teuersten Sommerzugänge setzt, wird jedoch enttäuscht.

Berlin.  Die Maßgabe, mit der der 1. FC Union in die Saison gegangen ist, war eindeutig. Der Berliner Fußball-Zweitligist wollte sich gleich von Beginn an im Kreis jener Mannschaften einnisten, die im Vorderfeld der Liga erwartet wurden. Teams wie der 1. FC Nürnberg, der FC St. Pauli oder auch der Karlsruher SC, Unions Heimgegner am Sonnabend (13 Uhr, Alte Försterei).

Und tatsächlich stehen die Köpenicker in ziemlicher Nähe zu den Mitbewerbern. Der Haken wird jedoch schnell deutlich: Alle Teams finden sich nach drei Spieltagen im unteren Drittel der Tabelle wieder.

Angesichts des frühen Zeitpunkts in der Saison ist dies noch kein Grund für Alarmstimmung. Doch wenn Union-Trainer Jens Keller die Partie gegen den KSC in die Kategorie „ganz wichtiges Spiel für uns“ erhebt, wird schon deutlich, wie sehr Union dem ersten Dreier in dieser Spielzeit entgegenfiebert. „Wir sind die Mannschaft, die das Spiel machen muss“, sagte Keller, „wir erwarten die Karlsruher sehr defensiv.“

Karlsruhe als gutes Omen

Der Karlsruher SC als Wendepunkt – das gab es schon einmal. In der vergangenen Saison waren es die Badener, bei denen die Berliner ihre Durststrecke von vier Partien ohne Sieg mit einem 3:0 beendeten. Dass Union vor Jahresfrist vor dieser Begegnung gerade den Trainerwechsel von Norbert Düwel zu Sascha Lewandowski hinter sich hatte, sei hier nicht unerwähnt. Als gutes Omen können die Karlsruher am Sonnabend dennoch herhalten.

Wer dabei auf die beiden teuersten Zugänge des Sommers hofft, wird enttäuscht werden. Philipp Hosiner, für rund 500.000 Euro von Stade Rennes verpflichtet, hat seinen Muskelfaserriss – zugezogen nach dem Saisonauftakt in Bochum (1:2) – zwar auskuriert und ist seit zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining.

Doch Coach Keller machte bereits deutlich, dass es für den Österreicher zunächst dennoch nur für einen Bankplatz reichen wird. „Wir dürfen nicht vergessen, dass Collin Quaner ihn nicht nur sehr gut vertreten, sondern auch drei Tore geschossen hat“, erklärte Keller. Quaner führt damit auch die Torjägerliste der Zweiten Liga an.

Hedlund steht nicht im Kader

Simon Hedlund hingegen, in der Vorwoche für 850.000 Euro von Elfsborg Boras gekommen, wird nicht im Kader stehen. Der Schwede hat noch Nachholbedarf, was die Fitness anbelangt.

„Was die Trainingsinhalte und den Fußball angeht, ist es schon eine Umstellung für ihn. Aber er ist sicher nicht der erste Spieler, der nach einem Wechsel noch Zeit braucht“, nahm Keller den teuersten Einkauf der Klubgeschichte in Schutz.

„Wir haben ihn ja nicht für die ersten fünf oder zehn Spiele verpflichtet. Er wird uns schon noch helfen“, sagte Keller. Nur eben noch nicht gegen den Karlsruher SC.