Zweite Liga

Redondo empfiehlt sich für Unions Stammelf

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Michael Färber
Kenny Prince Redondo überzeugte bei seinem Teileinsatz gegen Utrecht

Kenny Prince Redondo überzeugte bei seinem Teileinsatz gegen Utrecht

Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb

In Unions Startelf für Bochum scheinen neun Plätze vergeben. Doch auf der linken Seite tobt noch ein Dreikampf. Bangen um Kessel.

Berlin.  Noch spät am Sonnabend, nach dem 3:0 gegen den FC Utrecht in der Generalprobe für die am Wochenende beginnende Saison, hatte Jens Keller frohlockt. „Ich bin sehr zufrieden mit der Vorbereitung, auch weil wir keine Verletzten zu beklagen haben“, sagte der Trainer des Fußball-Zweitligisten.

Dass Benjamin Kessel nun den Auftakt beim VfL Bochum (6. August) wohl verpassen wird, passt da so gar nicht ins gute Bild der Vorbereitung. Der Rechtsverteidiger knickte im Training nach dem Spiel gegen Utrecht um und verletzte sich am Sprunggelenk. Am Montag soll ein MRT mehr Aufschluss geben.

Für Keller wird sich damit die Überlegung, ob er Kessel oder doch Christopher Trimmel beim Start in Bochum auf die rechte Abwehrseite stellen soll, erledigt haben. Keller lobte Trimmel für seinen engagierten Auftritt: „Er hat es schon gut gemacht.“

Thiel in Lauerstellung, Nikci muss wohl weichen

Dafür ist auf der linken Außenbahn ein Dreikampf um den Stammplatz entbrannt. Spätestens durch den Auftritt von Kenny Prince Redondo, der gegen Utrecht nicht nur zwei Tore vorbereitete, sondern den dritten Treffer auch eiskalt selbst beisteuerte. In jedem Fall hat der 21-Jährige, der bereits im Sommer vergangenen Jahres an die Alte Försterei gewechselt war, jedoch bislang kaum eine Rolle gespielt hat, in den fünf Vorbereitungswochen auf sich aufmerksam gemacht.

Dass Redondo in den 28 Minuten nach seiner Einwechslung gegen den niederländischen Erstligisten mehr bewegt hat, als der glücklose Adrian Nikci in zuvor gut einer Stunde, kommentierte Trainer Keller mit einem „Das spricht für sich“.

Daraus lässt sich zweierlei ablesen: Nikci, wie Redondo schon vergangenes Jahr gekommen, wegen lang anhaltender Leistenprobleme jedoch erst in der Schlussphase des Spieljahres 2015/16 eine Alternative, wird wohl weichen müssen. Und für Maximilian Thiel, Unions bisherigen Mann für die linke Seite (wenn er denn gesund und fit gewesen ist), wird es schwer, seinen Platz zurückzuerobern. „Thiel hat sicher noch Rückstand. Er ist noch nicht topfit“, sagte Keller.

Schönheim oder Pogatetz neben Abwehrchef Leistner

Schließlich ist da das Duell um den Platz neben Abwehrchef Toni Leistner. Gegen Utrecht zeigte Fabian Schönheim nach auskurierter Adduktorenverletzung alte Qualitäten, auch wenn Abstimmungsschwierigkeiten nicht zu übersehen waren. Doch aufgrund seines Spielaufbaus ist es gut möglich, dass Keller ihm den Vorzug vor Emanuel Pogatetz geben wird.

Die anderen Plätze in Unions Startelf scheinen damit vergeben. Soll heißen: Jakob Busk im Tor, Kristian Pedersen (links) und Leistner in der Abwehr, Stephan Fürstner im Mittelfeld hinter den offensiven Felix Kroos und Damir Kreilach sowie Steven Skrzybski auf der rechten Außenbahn neben Stürmer Philipp Hosiner.

Auch wenn Coach Keller noch einmal anmerkte: „Wir haben noch eine Woche, jeder muss sich im Training noch mal voll reinhauen.“