Union Berlin

Bahn prüft Ausschluss von randalierenden Union-Fans

Dieses Foto des verwüsteten Abteils twitterte die Bundespolizei

Dieses Foto des verwüsteten Abteils twitterte die Bundespolizei

Foto: Bundespolizei / BM

Union-Fans hatten einen Regionalzug verwüstet. 42 Polizisten sollen in dem Zug gewesen sein - sie griffen nicht ein.

Nachdem Fans des Fußballvereins 1. FC Union Berlin einen Regionalzug verwüstet haben, prüft die Bahn, die Gewalttäter aus den Zügen zu verbannen. „Randalierer haben in unseren Zügen nichts zu suchen. Wir werden die Täter zur Kasse bitten und prüfen Hausverbote und Beförderungsausschlüsse“, teilte der Chef von DB Regio in Rostock, Karsten Schumacher, am Montag mit. Nach Angaben der Bahn entstand ein Schaden von rund 30.000 Euro. Die Reparatur werde mehrere Wochen dauern.

Mehrere hundert Union-Fans kamen am Sonnabendabend von einem Auswärtsspiel in Rostock. Nach Angaben der Bahn rissen sie in den fast fabrikneuen Doppelstockwagen Wand- und Deckenverkleidungen ab, traten Lampen und Glasscheiben ein, rissen Leitungen heraus und stahlen mehrere Videokameras.

Laut dem "Tagesspiegel" saßen 42 Bundespolizisten in dem Zug. Sie sollen aber laut Bundespolizei nichts von den Randalen bemerkt haben. Erst in Gesundbrunnen hätten sie von den Schäden gehört. "Dann wurden Maßnahmen ergriffen", sagt der Polizeisprecher. Ermittlungen gegen Unbekannt.

Eventuell hätten die Beamten in einem anderen Wagen gesessen, möglicherweise um Fangruppen beider Vereine zu trennen.

( dpa )