Zweite Bundesliga

Union Berlin schafft siebten Heimsieg in Folge - Klubrekord

Die Köpenicker schlagen den VfL Bochum mit 1:0 und wollen nun Platz sechs halten. Das Tor schießt ausnahmsweise nicht Bobby Wood.

Bobby Wood (l.) im Zweikampf mit Bochums  Malcom Cacutalua

Bobby Wood (l.) im Zweikampf mit Bochums Malcom Cacutalua

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Berlin.  – Benjamin Kessel stand erschöpft, aber sichtlich zufrieden in den Katakomben der Alten Försterei, als er jenen Moment erklären sollte, der elf Minuten vor dem Abpfiff die Entscheidung brachte. „Die Ecke von Dennis Daube war perfekt getreten. Und dann wurde es auch Zeit, dass ich meinen Schädel mal wieder reinhalte“, sagte der Kapitän des 1. FC Union. Sein Kopfballtor besiegelte das 1:0 (0:0) gegen den VfL Bochum und den siebten Heimsieg in Folge – Klubrekord aus der Saison 2001/02 eingestellt.

Dazu freuten sich die Köpenicker darüber, Platz sechs gefestigt zu haben. „Jetzt wollen wir in den letzten beiden Spielen noch sechs Punkte holen, dann hätten wir einen versöhnlichen Saisonabschluss“, sagte Kessel.

In der Alten Försterei entwickelte sich ein durchaus temporeiches und intensives Spiel. Union hatte mehr Spielanteile, kam jedoch ebenso wie die Bochumer nur schwer vor das Tor des Gegners. Das erhoffte Duell der Torjäger fand in den Abwehrreihen stets ein jähes Ende.

Packendes Duell der Torjäger

Dabei lieferten sich Bochums Stürmer Simon Terodde (20 Saisontore) und Unions Innenverteidiger Toni Leistner packende Zweikämpfe am Rande der Legalität. Nicht nur einmal hätten beide durchaus auch mit einer kleinen Wertung als Freistil-Ringer punkten können.

Leistner war nach seinem Magen-Darm-Infekt ebenso rechtzeitig fit geworden wie Dennis Daube (Hexenschuss) und Stephan Fürstner (Gehirnerschütterung).

Auf der anderen Seite bekam es Bobby Wood (17 Tore) meist mit Malcolm Cacutalua zu tun. Dabei versuchte der US-Amerikaner seine Dynamik auszuspielen – vergeblich. So mussten die 20.036 Zuschauer mehr als 20 Minuten warten, bis es endlich erste Möglichkeiten gab.

Busk mit einer Glanzparade

Doch Wood wartete zu lange (22.), Damir Kreilach setzte einen Freistoß knapp links am Tor von Manuel Riemann vorbei (30.). Terodde schaffte es, den Ball im Union-Tor unterzubringen – Abseits (32.).

Nach dem Wechsel legte Union zu, hatte durch einen Wood-Kopfball (56.), vor allem aber durch den nimmermüden Sören Brandy (62., 77.) gute Möglichkeiten. Simon Terodde saß da schon auf der Bank – Auswechslung in der 58. Minute.

„In der zweiten Halbzeit hatten wir die klareren Möglichkeiten“, sagte der Ex-Unioner. Das hatte er exklusiv. Lediglich Janik Haberer zwang Union-Keeper Jakob Busk zu einer Glanzparade (71.). Ansonsten arbeitete Union immer mehr auf diesen einen Treffer hin, der schließlich den verdienten Heimsieg brachte.