Zweite Liga

Union Berlin steht in Sandhausen schon unter Druck

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Michael Färber
Union will erstmals auch in Sandhausen einen Sieg feiern

Union will erstmals auch in Sandhausen einen Sieg feiern

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Zweitligist Union will von Beginn an in der Spitzengruppe der Liga sein. Dafür muss in Sandhausen aber eine schwarze Serie enden.

Eines – das wurde in der Vorbereitung auf die Saison immer wieder beim 1. FC Union betont – sei besonders wichtig, wenn man am Ende der Spielzeit im Aufstiegsrennen dabei sein will: ein guter Start. Der Auftakt des Zweitligisten gegen Fortuna Düsseldorf war fußballerisch gut, in der Ausbeute jedoch nur mäßig.

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Nach dem ist somit klar: Am Sonntag beim SV Sandhausen steht die Mannschaft von Trainer Norbert Düwel schon ein bisschen unter Zugzwang. Und das bereits am zweiten Spieltag.

Gelingt wie in den bisherigen vier Gastspielen im Hardtwaldstadion wieder kein Sieg (bislang zwei Remis und zwei Niederlagen), werden sich die Köpenicker die Spitzenplätze erst einmal aus der Entfernung des Mittelfeldes anschauen müssen. Dies ist natürlich anders beabsichtigt.

Düwel fordert mehr spielerische Qualität

Des Trainers Plan klingt einfach. „Anders als in der vergangenen Saison müssen wir unsere spielerischen Qualitäten mehr in den Vordergrund bringen“, forderte Düwel. Keinem sei die Atmosphäre im kleinsten Zweitliga-Standort mehr unbekannt. Und dass der Gegner gut drauf ist, hat er zum Auftakt mit einem überraschenden 3:1 bei Eintracht Braunschweig bewiesen.

Dass der Sandhäuser Trainer Alois Schwartz Union trotz des Stotterstarts gegen Düsseldorf in die Top drei der Liga einstuft, ist für Düwel nicht mehr als nur Geplänkel: „Ich könnte den Spieß ja auch umdrehen und sagen, Sandhausen ist nach dem Sieg bei einer Spitzenmannschaft der Liga Favorit.“

Favorit hin oder her, Union wird mutmaßlich in Bestbesetzung antreten können. Hinter dem Einsatz von Stephan Fürstner steht wegen dessen Adduktorenproblemen zwar noch ein Fragezeichen. Düwel ist jedoch optimistisch, dass er erneut auf seinen defensiven Mittelfeldspieler bauen kann, auch wenn dieser in den letzten Trainingseinheiten vor der Partie kürzer treten musste. Die Schulterprobleme, die Sören Brandy nach dem Düsseldorf-Spiel plagten, scheinen ebenso abgeklungen zu sein. Der Stürmer ist fit.

Andere Taktik als gegen Düsseldorf

Ob jedoch personell die gleiche Elf wie im ersten Spiel auflaufen wird, ist fraglich. Düwel sprach von einem „anderen taktischen Hintergrund, mit dem wir agieren wollen“. Gut möglich also, dass Union nicht derart hoch stehen wird wie gegen Düsseldorf, um die Hausherren zu Ballverlusten zu zwingen.