Zweite Liga

Für den 1. FC Union könnte die Saison sofort losgehen

Der Zweitligist gewann seine Generalprobe auf die am nächsten Sonnabend beginnende Saison überraschen mit 2:0 gegen Crystal Palace.

Christopher Trimmel lässt Dwight Gale (r.) keine Chance, an den Ball zu kommen

Christopher Trimmel lässt Dwight Gale (r.) keine Chance, an den Ball zu kommen

Foto: dpa

Berlin –.  Norbert Düwel wollte gar nicht um den heißen Brei herumreden. „Mit der Mentalität, die wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, kann man schon mit uns rechnen“, sagte der Trainer des 1. FC Union. Die geglückte Generalprobe für die Zweitliga-Saison 2015/16, ein 2:0 (0:0) gegen Crystal Palace, war da erst wenige Minuten beendet. Sie hätte sicher mehr als jene 8628 Fans verdient gehabt, die am Sonnabend in die Alte Försterei kamen.

Zeit der Experimente ist vorbei

Vor Beginn dieser Woche hatte Düwel durchblicken lassen, dass nun das Leistungsprinzip verstärkt gelten werde. Mit der Partie gegen den Premier-League-Klub aus London war klar: Die Zeit der Experimente ist bei Union vorbei. So ließ der Coach gegen den englischen Zehnten der Vorsaison eine Elf auflaufen, die auch beste Chancen hat, am kommenden Sonntag im ersten Punktspiel gegen Fortuna Düsseldorf (15.30 Uhr, Alte Försterei) von Beginn an zu spielen. Mit der Dreierabwehr Michael Parensen (links), Benjamin Kessel und Christopher Trimmel (rechts), dem Mittelfeld-Dreieck Stephan Fürstner (defensiv) sowie Damir Kreilach und Dennis Daube davor sowie Sören Brandy und Collin Quaner im Angriff.

Es war ein letztes Testspiel, das hoffen lässt, dass Union einen besseren Start erwischt als vor einem Jahr (fünf Spiele ohne Sieg). Die den Eindruck der gesamten Vorbereitung bestätigte, dass die Köpenicker fußballerisch auch im Ligaalltag einen Schritt nach vorn machen können. Im Duell zwischen dem deutschen Zweitligisten und dem britischen Erstligisten war über weite Strecken jedenfalls kaum ein Klassenunterschied zu erkennen.

Berliner ohne Furcht vor dem Premier-League-Klub

Union verteidigte gut, ließ in Halbzeit eins nur eine echte Chance durch Mile Jelinak zu, dessen 30-Meter-Hammer Daniel Haas locker parierte (28.). Die Gastgeber hatten durch einen Trimmel-Schuss (36.) und einen Kessel-Kopfball, den Palace-Keeper Julian Speroni parierte (39.), gute Möglichkeiten. Überhaupt versteckten sich die Köpenicker nicht, sondern suchten immer wieder den geraden Weg zum Tor.

Dieser führte nach der Pause durch den eingewechselten Steven Skrzybski auch zum 1:0 (57.), Trimmel hatte den Offensivmann mustergültig in Szene gesetzt. Skrzybski machte sieben Minuten vor Abpfiff zudem mit einem satten Schuss aus 18 Metern, den der für Speroni eingewechselte Wayne Hennessey parierte, auf sich aufmerksam. Und natürlich mit dem 2:0 kurz vor Schluss (89.). „Es ist positiv, dass wir wieder zu Null gewonnen haben“, sagte der Doppeltorschütze.

Beim Lattenschuss von Kaikai hat Union Glück

Auch Mohamed Amsif bekam in den zweiten 45 Minuten noch die Chance, sich für den Stammplatz im Tor zu empfehlen. Ebenso wie Haas bekam er gegen Martin Kelly (64.) und Sullay Kaikai (77.) gute Gelegenheiten, um sich auszuzeichnen. Beide nutzte der Marokkaner. Beim Lattenschuss durch Kaikai hatte Amsif zudem das nötige Glück auf seiner Seite.