Zweite Liga

Fürstner hat mit Union die Bundesliga im Blick

Union verpflichtet mit Stephan Fürstner den ersten neuen Spieler für die kommende Saison. Und der defensive Mittelfeldmann aus Fürth hat mit dem Zweitligisten nichts anderes als den Aufstieg im Sinn.

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Dass sich beim 1. FC Union etwas im defensiven Bereich tun muss, dürfte in dieser Saison hinlänglich gezeigt worden sein. Mit Stephan Fürstner präsentierte der Berliner Fußball-Zweitligist nun nicht nur den ersten Zugang für die kommende Spielzeit, sondern zugleich auch den Hoffnungsträger für mehr Ordnung im defensiven Mittelfeld. Der 27-Jährige unterschrieb einen Vertrag bis 2017, gültig für beide Profiligen.

„Stephan Fürstner ist ein lauf- und zweikampfstarker Spieler, der unserer Defensive durch seine Erfahrung Stabilität verleihen soll“, sagte Union-Trainer Norbert Düwel: „Darüber hinaus ist er ein enorm ambitionierter und erfahrener Profi, der seine Führungsqualitäten bereits bewiesen hat. Natürlich erwarte ich, dass er diese Mentalität in unsere Mannschaft einbringt.“

Der gebürtige Münchner durchlief die Jugendabteilung des FC Bayern und absolvierte 2007 mit dem Rekordmeister sein erstes Bundesligaspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Nach seinem Wechsel zur SpVgg Greuther Fürth 2009 stieg Fürstner drei Jahre später als Zweitligameister auf. Es folgten 31 weitere Einsätze in Liga eins. Klar, dass er auch mit Union nur eine Richtung kennt. „Mein Ziel war und ist die Bundesliga. Ich sehe, dass Union viele Schritte in diese Richtung eingeleitet hat, und ich möchte ab Sommer zum Erreichen des großen Ziels beitragen“, sagte Fürstner, dessen Vertrag in Fürth in diesem Sommer ausläuft.

Was wird aus Aufstiegsheld Parensen?

Zusammen mit Kapitän Damir Kreilach könnte Fürstner tatsächlich jene Doppel-Sechs bilden, die dem Spiel der Köpenicker noch mehr Sicherheit verleiht. Zumal Union auf dieser Position durchaus Handlungsbedarf hatte. Die Rückkehr von Benjamin Köhler (Lymphdrüsenkrebs) ist ungewiss, Youngster Eroll Zejnullahu fehlt noch die Konstanz und Michael Parensen ist ohnehin nur als Notlösung zu betrachten.

Apropos Parensen. Mit der Verpflichtung Fürstners ist auch das Bleiben des letzten Aufstiegshelden von 2009 ein Stück unwahrscheinlicher geworden. Ohnehin fühlt sich der 28-jährige Defensivspieler auf der linken Seite wohler. Dort vertraute Trainer Düwel zuletzt jedoch eher Fabian Schönheim oder Björn Kopplin. Einen Plan, wie es nach Union weitergehen soll, hat der Fernstudent (BWL mit Schwerpunkt Sport) noch nicht.

Dass Parensen am liebsten bei Union bleiben möchte, ist längst kein Geheimnis mehr. Bislang gab es zwischen ihm und Unions sportlicher Leitung allerdings noch keine Gespräche über eine mögliche Zukunft an der Alten Försterei. Seit Montag dürfte auch klar sein, warum.