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Unions Premiere in Darmstadt endet in einem totalen Debakel

Union kassiert beim ersten Auftritt im Stadion am Böllenfalltor die höchste Niederlage seit über drei Jahren. Doch damit nicht genug: Torwart Mohamed Amsif sieht nach einer Notbremse die Rote Karte.

Foto: Fredrik von Erichsen / dpa

Bei dieser Premiere ging alles schief, was auch nur schief gehen konnte. Erstmals trat der 1. FC Union im Stadion am Böllenfalltor an und erlebte dort gleich ein totales Debakel. Der Berliner Fußball-Zweitligist ging mit 0:5 (0:2) bei Darmstadt 98 unter und musste zudem die zweite Halbzeit mit nur zehn Mann bestreiten. Torwart Mohamed Amsif hatte nach einer Notbremse an Marco Sailer Rot gesehen (45.). Ein katastrophaler Rückpass von Fabian Schönheim war vorausgegangen.

„Wir haben absolut verdient verloren. Auch in dieser Höhe. Ich kann mich nur bei den mitgereisten Fans entschuldigen, die den weiten Weg zurückgelegt haben“, sagte Union-Trainer Norbert Düwel. Rund 1500 Anhänger waren nach Darmstadt gereist. Und nach dem wiederholten Abbrennen von Pyrotechnik vor dem Spiel sahen sie eine Union-Mannschaft, die alles vermissen ließ.

Die Defensivarbeit war unzureichend, offensiv war gar nichts zu sehen. Daran änderte auch das 4-2-3-1-System nichts, das Düwel spielen ließ. „Wir hätten alles anders machen müssen“, sagte Christopher Trimmel, Ersatzkapitän für den Gelb-gesperrten Damir Kreilach.

„Wir haben nicht dagegen gehalten. Es ist nicht erklärbar“

Die 98-Fans unter den 15.000 Zuschauern kamen aus dem Feiern gar nicht mehr heraus. Leon Balogun traf per Kopfball nach einem Freistoß (34.), und nach Amsifs Notbremse und dem verwandelten Strafstoß durch Romain Bregerie (45.+2) war die Partie schon entschieden. Keeper Daniel Haas, für Christopher Quiring eingewechselt, hatte keine Abwehrchance.

Nach dem 0:3 durch Milan Ivana (56.) ergaben sich die Unioner in ihr Schicksal. Ein Doppelpack von Aytac Sulu (80., 83.) besiegelte schließlich Unions höchste Niederlage seit 16. Dezember 2011 (0:5 in Fürth). „Wir haben nicht dagegen gehalten. Es ist nicht erklärbar“, sagte Mittelfeldspieler Michael Parensen.