Zweite Liga

1:3 bei Neuling Heidenheim - 1. FC Union im freien Fall

Union kann nicht mehr gewinnen: Die „Eisernen“ unterlagen bei beim Neuling Heidenheim mit 1:3. Mit dieser Pleite rutschen die Köpenicker auf den vorletzten Platz ab. Trainer Düwel ist enttäuscht.

Foto: Stefan Puchner / dpa

Der 1. FC Union steht vor schweren Zeiten. Die Berliner warten nach fünf Spieltagen der Zweiten Liga weiter auf ihren ersten Saisonsieg. Bei Aufsteiger 1. FC Heidenheim unterlag Union 1:3 (0:0) und rangiert nun mit drei Zählern auf Platz 17.

Trainer Norbert Düwel hatte sich im Spiel 1 nach Torsten Mattuschka für neuen Gesichter entschieden: Auf der früheren Mattuschka-Position im zentralen Mittelfeld gab Nachwuchsmann Eroll Zejnullahu sein Saisondebüt. Der 19-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs stand nach Kurzeinsätzen in den vorangegangen Jahren erstmals in der Startelf.

Sebastian Polter, vom FSV Mainz ausgeliehen, gab seinen Einstand, Martin Kobylanski absolvierte sein zweites Spiel für Union. Ähnlich wie beim DFB-Pokalspiel der beiden Teams vor einem knappen Monat (1:2) wurde in der Arena in Heidenheim in der ersten Hälfte vor allem Fußball gearbeitet: viel Einsatz, viele Zweikämpfe. Die Gäste aus Berlin hatten die beste Möglichkeit vor der Pause. Sören Brandy legte für Kobylanski auf, der jagte den Ball aus 15 Metern haarscharf über den Dreiangel (14.).

Dramatische zweite Halbzeit

Dramatisch wurde es nach der Pause. Der eingewechselte Unioner Frank Quiring schaufelte den Ball im Fallen über Heidenheims Torwart Jan Zimmermann, doch der Ball klatschte von der Latte zurück ins Feld (52.). Dann hatte die „Eisernen“ Pech. Verteidiger Toni Leistner fälschte im eigenen Strafraum einen Schuss von Marc Schnatterer unhaltbar für Torwart Haas ab, 0:1 (57.).

Plöztlich war es dahin, das Selbstbewusstsein, das die Berliner bis hierher gezeigt hatten. 180 Sekunden später fühlte sich bei einem Heidenheimer Freistoß niemand zuständig für FC-Sturmspitze Florian Niederlechner, der aus sieben Metern unbedrängt einschieben konnte, 0:2 (60.). Glück für Union, dass im Anschluss Niederlechner lediglich die Latte (64.) und Schnatterer (68.) den Pfosten trafen.

Immerhin verzagte Trainer Düwel nicht, nahm mit Puncec einen Innenverteidiger vom Platz und brachte mit Adam Nemec einen zusätzlichen Stürmer. Prompt brachte der Slowake Union zurück ins Spiel. Nemec wurde im Heidenheimer Strafraum von Reinhardt zu Boden gerungen. Schiedsrichter Deniz Aytekin entschied zurecht auf Elfmeter. Benjamin Köhler verwandelte sicher, 1:2 (81.). Trotz Unterzahl – Kopplin schied mit einer Oberschenkelverletzung 13 Minuten vor dem Ende aus – drängte Union auf den Ausgleich. Polter köpfte knapp neben das Heidenheimer Tor (89.), Kreilachs Kopfball wurde von Torwart Zimmermann zur Ecke gelenkt (90.). Dazwischen versemmelte Schnatterer noch einen Elfmeter für Heidenheim (88.).

Union ist nun Vorletzter

Doch in der zweiten Minute der Nachspielzeit wurde Union ausgekontert: Schnatterer setzte sich auf der linken Seite durch, Bagceci, wenn auch aus Abseitsposition, zum 1:3 (90.+2).

Union ist Vorletzter, hat schon acht Gegentore kassiert – eine schwierige Konstellation für Trainer Düwel, der auf seiner ersten Station um Akzeptanz ringt. Düwel sagte. „Ich bin enttäuscht, dass wir nichts geholt haben. Wir haben uns nicht belohnt für den Aufwand, den wir betrieben haben.“

„Bis zur 60 Minute war es sehr ordentlich“, sagte Union-Zugang Polter. „Dann müssen wir als Team aufmerksamer sein. In der 2. Liga werden Fehler hart bestraft.“ Sören Brady sagte: „Es ist sehr ärgerlich. Wir waren lange die bessere Mannschaft. Das sind Dinge die uns immer das Genick brechen.“