Nach Stockholm-Chaos

130 Beamte machen Großrazzia bei den Randalierern von Union

Vor einem Monat kam es beim Testspiel in Stockholm nach Tumulten zum Abbruch. Nun wurden am Donnerstag in Berlin 31 Häuser durchsucht, um die Gewalttäter unter den Fans der Köpenicker zu überführen.

Foto: Erik Martensson / picture alliance / dpa

Seit Jahren galt der 1. FC Union als Vorkämpfer für die Rechte von Fußballfans. Doch dann kam der 25. Januar. Beim Testspiel zwischen dem schwedischen Fußball-Erstligisten Djurgarden IF und dem 1. FC Union Berlin in Stockholm kam es zu gewalttätigen Tumulten, zwölf Polizisten wurden verletzt.

Das Spiel musste letztlich sogar abgebrochen werden, nachdem Anhänger beider Klubs wiederholt Pyrotechnik gezündet hatten und auf den Platz gestürmt waren. Anschließend setzten sich die Tumulte im Zentrum von Stockholm fort.

Nun hat das ein Nachspiel. Laut Mitteilung eines Polizeisprechers führten Ermittlungen des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft Berlin zur Namhaftmachung von 32 Personen, die im Verdacht stehen, am 25. Januar 2014 bei den Ausschreitungen in einem Fußballstadion in Stockholm beteiligt gewesen zu sein.

Durchsuchungsbeschluss für 31 Objekte

Donnerstagfrüh haben unter der Leitung des LKA 71 dann rund 130 Beamte mit entsprechenden Durchsuchungsbeschlüssen insgesamt 31 Objekte in Berlin und Brandenburg durchsucht. Hierbei wurden umfangreiche Beweismittel wie Speichermedien und Kleidungsstücke gesichert und beschlagnahmt. Bei insgesamt 20 Tatverdächtigen wurden erkennungsdienstliche Maßnahmen durchgeführt. Gegen alle Verdächtigen wird wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs ermittelt. „Wir hoffen, dass die Ermittlungen zügig abgeschlossen werden und Straftäter ermittelt werden“, sagte dazu Unions Pressesprecher Christian Arbeit.

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