Zweite Liga

0:5 - Union erleidet Debakel in Fürth

Der 1. FC Union hat sein erfolgreiches Fußball-Jahr 2011 mit einer historischen Pleite beendet. Die Berliner gingen am Freitag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:5 unter. Damit verpassten es die Berliner, in der Tabelle näher an die Spitzengruppe heran zu rücken.

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Der 1. FC Union ist am Freitag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:5 (0:3) untegegangen. Die Gäste waren von Anfang an chancenlos und kassierten in Franken die zweithöchste Niederlage ihrer Zweitliga-Geschichte. Christopher Nöthe mit einem Doppelschlag (2./23. Minute) und Unions Abwehrmann Ahmed Madouni per Eigentor (10.) sorgten für die frühen Treffer. Stephan Schröck (64.) und Bernd Nehrig (71.) schraubten das Ergebnis nach der Pause weiter in die Höhe.

Die Berliner rangieren mit weiterhin 31 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz, könnten aber an diesem Wochenende noch vom TSV 1860 München und Eintracht Braunschweig überholt werden. Vor dem Match hatten bei Union schon einige gewagt, den Blick in der Tabelle nach oben zu richten – zumal nach der besten Hinrunde der Geschichte.

Für ganz oben reicht es aber offenbar nicht. „Nach dem Spiel muss man das definitiv sagen“, meinte ein frustrierter Patrick Kohlmann. „Es ist schwierig, dafür eine Erklärung zu finden. Das war schon fast eine Blamage.“ Zu allem Überfluss verletzte sich Michael Parensen bei einem Zweikampf am Knöchel und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Eine Diagnose wurde zunächst nicht bekannt. Immerhin steht den Unionern mit dem traditionellen Weihnachtssingen am Freitag noch ein fröhlicher Jahresabschluss 2011 bevor.

Eigentlich wollte das Team von Coach Uwe Neuhaus im letzten Spiel des Jahres gegen den Aufstiegsaspiranten Revanche nehmen für das 0:4 im Juli vor heimischem Publikum – doch es kam noch schlimmer. Union verteilte kurz vor Weihnachten reihenweise Geschenke, die der Gegner bei Schmuddelwetter dankend annahm. Im Sturm gelang den Köpenickern gegen die beste Defensive der 2. Liga fast überhaupt nichts.

Schon beim ersten gegnerischen Angriff gerieten die Berliner in Rückstand, nach zehn Minuten stand es 0:2. Bei beiden Treffer machte Madouni, der für den verletzten Christoph Menz in die Anfangself gerückt war, eine schlechte Figur: Zunächst hob der Algerier das Abseits auf und Nöthe konnte allein auf Torwart Jan Glinker zulaufen. Nach nur 77 Sekunden war der Union-Schlussmann erstmals bezwungen.

Den zweiten Gegentreffer besorgte Madouni gleich selbst, als er ein Flanke mit der linken Fußspitze ins eigene Tor abfälschte. Das

0:3 war eine Kopie von Tor Nummer eins, nur dass diesmal Kohlmann die Abseitsfalle platzen und Nöthe laufen ließ. Nach der Pause konnte auch der eingewechselte Kapitän Torsten Mattuschka, der wegen einer Magen-Darm-Erkrankung zunächst auf der Bank Platz genommen hatte, dem Spiel nach vorne kaum neue Impulse geben.

In der Defensive patzten die „Eisernen“ weiter: Beim 0:4 wurde der Fürther Schröck völlig allein gelassen, der den Ball souverän in den Winkel schlenzte. Vor dem fünften Gegentor nur sieben Minuten später ließen sich gleich fünf Berliner düpieren.