Zweite Liga

Trainer Neuhaus verlängert bei Union bis 2014

Union Berlin hat die beste Hinrunde seiner Zweitliga-Geschichte gespielt. Insofern war es für den Verein nun fast eine Selbstverständlichkeit, den Vertrag mit Uwe Neuhaus zu verlängern. Der Coach soll bis 2014 bleiben und könnte Rekord-Trainer werden.

Der 1. FC Union Berlin setzt auf Kontinuität und hat den Vertrag mit Cheftrainer Uwe Neuhaus vorzeitig um zwei Jahre bis 2014 verlängert. Während beim Stadtrivalen Hertha BSC die ausbleibende Vertragsverlängerung von Trainer Markus Babbel Rätsel aufgibt, kann der Zweitligist langfristig planen.

„Ich fühle mich ausgesprochen wohl bei Union, und Berlin ist längst mein Lebensmittelpunkt geworden. Deshalb fiel mir die Entscheidung, hierzubleiben, sehr leicht“, sagte Neuhaus in der Pressemitteilung auf der Homepage des Vereins, der nach der besten Hinrunde seiner Zweitliga-Geschichte mit 28 Punkten Platz sieben belegt. „Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren viel erreicht - auf und neben dem Platz. Ich freue mich darauf, die nächsten Schritte im sportlichen Bereich in Angriff zu nehmen und mitzuerleben, wie der Verein sich weiterentwickelt“, meinte Neuhaus.

Die Aufbruch-Stimmung im Verein, der derzeit mit dem Verkauf von schon über 4000 Aktien am Stadion An der Alten Försterei an Mitglieder und Sponsoren auch außerhalb des Rasens für Schlagzeilen sorgt, dürfte damit anhalten. „Der 1. FC Union hat unter Uwe Neuhaus eine äußerst positive sportliche Entwicklung genommen. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass er als Mensch einfach zu uns passt, als Trainer die Mannschaft Schritt für Schritt weiter voranbringt und auch schwierige Phasen meistern kann“, erklärte Union-Präsident Dirk Zingler. Der neue Vertrag, der bis zum 30. Juni 2014 läuft, gilt für die 1. und 2. Bundesliga und 3. Liga.

Aus dem einstigen Ruhrpottler Neuhaus ist inzwischen ein Berliner geworden, auch wenn sich der 52-Jährige nicht mit allen Facetten des Fußballgeschäfts anfreunden will. Für den dienstältesten Profi-Trainer im deutschen Fußball nach dem Bremer Thomas Schaaf steht stets die Arbeit und nicht die Show im Vordergrund.

Nach einem Zwischentief in der Mitte des vergangenen Jahrzehnts hat Neuhaus den 1. FC Union, der 2005/06 noch viertklassig war, wieder im Profifußball etabliert. Seit seinem Amtsantritt im Sommer

2007 ging es bei den Berlinern fast nur aufwärts, auch zunächst der Aufstieg in die 2. Bundesliga knapp verpasst wurde. Die erste Drittliga-Meisterschaft 2008/09 war das I-Tüpfelchen auf die im selben Zeitraum stattfindende Modernisierung des Stadion An der Alten Försterei durch die Fans.

Sollte Neuhaus den neuen Vertrag bis zum letzten Tag erfüllen, wäre er zugleich der dienstälteste Trainer der 45-jährigen Geschichte des 1. FC Union. Der bisherige Rekord wird von Heinz Werner gehalten, der den Berliner Kultclub aus Köpenick zwischen 1976 und 1982 sechseinhalb Jahre führte.