Zweite Liga

Union Berlin unterliegt 1:3 bei 1860 München

Kein Punkt, ein Tor: So sieht nun die Bilanz der "Eisernen" gegen 1860 aus. Dabei hatten sich die Berliner fest vorgenommen, in der Defensive aufzupassen. Die da haperte es, auch weil Christoph Menz patzte.

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Die schwarze Serie in München setzt sich für den 1. FC Union fort. Die „Eisernen“ aus Berlin unterlagen am Sonntag in der 2. Fußball-Bundesliga bei 1860 München mit 1:3 (1:1). Zweimal Kevin Volland (22., 53.) sowie Stefan Aigner (54.) sorgten für die „Löwen“-Treffer. „Eine Minute reichte, um uns auf die Verliererstraße zu bringen“, ärgerte sich Berlins Trainer Uwe Neuhaus.

Union hatte vor 22.500 Zuschauern nur den zwischenzeitlichen Ausgleich durch John Jairo Mosquera (24.) entgegenzusetzen und steht mit sieben Punkten auf Tabellenplatz neun. „Individuelle Fehler haben uns das Genick gebrochen. „Wir sind zu blöd, uns selbst zu belohnen“, fasste Mittelfeldspieler Michael Parensen die Partie zusammen.

Schon vor der Partie war die Bilanz erschreckend für die Berliner: 0:3 Tore und 0:6 Punkte standen gegen 1860 zu Buche. Und die heimstarken Sechziger bedrängten auch am 6. Spieltag gleich das Gäste-Gehäuse. Aigner schob den Ball genau in den Lauf des 19-jährigen Volland, der ins lange Eck vollstreckte.

Die Unioner zeigten sich zunächst wenig geschockt und antworteten postwendend. Markus Karl brachte die Kugel hoch ins Zentrum: Mosquera köpfte zum 1:1 ein. Auch danach spielten die Gäste im Duell der besten Offensive (München) und der schwächsten Defensive (Berlin) mutig mit. Doch Abwehrpatzer der „Eisernen“ halfen den Gastgebern.

Zunächst patzte Christoph Menz gegen Benny Lauth, dessen Querpass Volland ohne Mühe zu seinem zweiten Treffer ins Netz schob. 53 Sekunden später sah die komplette Union-Abwehr erneut alt aus, als dieses Mal Volland den Ball in den Strafraum brachte und Aigner unbedrängt einköpfen konnte.

„Das war ganz klar mein Fehler. Bis dahin haben wie souverän gespielt. Das hat uns das Spiel gekostet“, räumte Menz ein. Christian Stuff hatte nach Unsicherheit von 1860-Keeper Gabor Kiraly zwar nochmals die Chance zum Anschluss (73.). Doch wie Simon Terodde (90.) vergab er aus guter Position.

Damit bleibt es dabei: Wie 2009/10 (0:2) und 2010/11 (0:1) konnten die Berliner nichts Zählbares aus München mitbringen. 1860 ist nun bereits acht Partien nacheinander auf eigenem Platz ungeschlagen. Für Union bleibt es bei einem Auswärtszähler, und im nächsten Heimspiel nach der Länderspielpause am 11. September gegen den FC Ingolstadt stehen die Köpenicker wieder unter Erfolgsdruck.