Mannschaftsauftstellung

Neuhaus hat seine Union-Elf fast zusammen

Vor dem Testspiel gegen Pogon Stettin scheinen fast alle Positionen bei Union Berlin besetzt. Endgültig entscheiden will sich Trainer Uwe Neuhaus aber nicht - jeder Spieler kann sich noch empfehlen.

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Uwe Neuhaus versuchte die Frage gleich im Keim zu ersticken. Ob denn im vierten Testspiel am Dienstag gegen Pogon Stettin (19 Uhr, Alte Försterei) schon jene Elf von Beginn an spielen werde, welcher der Trainer des 1. FC Union auch zum Start in die Saison vertrauen wird. Sein „Nein“, laut und deutlich geäußert, dokumentierte, dass der Coach des Berliner Fußball-Zweitligisten auch gegen den polnischen Zweitliga-Klub noch ein wenig probieren wird. Nach der Partie „werde ich mich mit der Mannschaft jedoch zu einem Zwischenfazit zusammensetzen“, sagte Neuhaus. Spätestens dann wird jeder Spieler wissen, wohin die Reise für ihn gehen wird. Legt man die ersten drei Tests sowie die Trainingseindrücke zugrunde, wird deutlich, dass sich bereits ein gewisses Korsett gebildet hat.

Im Tor dürfte Marcel Höttecke seinen Platz gegenüber Jan Glinker behauptet haben. Der 1,99-Meter-Mann wird heute gegen Stettin über die gesamte Distanz im Tor stehen. Das durfte Glinker zwar zuletzt auch gegen Schöneiche, nachdem sich beide Keeper in den Tests zuvor in der Halbzeit immer abgelöst hatten. Aber: „Für einen Torhüter ist es schwierig, in 45 Minuten ins Spiel zu finden“, sagte Neuhaus nun. Dass Höttecke heute gegen den bislang stärksten Gegner in der Vorbereitung volle 90 Minuten bekommt, zeigt, dass er vor Glinker liegt.

In der Viererkette davor werden Zugang Marc Pfertzel (rechts) und Patrick Kohlmann (links) ihre Plätze sicher haben. In der Innenverteidigung wird es davon abhängen, ob Ahmed Madouni bis zum ersten Saisonspiel am Freitag, 15. Juli, beim FSV Frankfurt (18 Uhr) wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. „Das wird noch die eine oder andere Einheit dauern“, sagte Neuhaus. Gute Karten auf den Platz in der Mitte hat Union-Eigengewächs und Defensiv-Allrounder Christoph Menz.

Im Mittelfeld sind die Rollen klar verteilt. An Markus Karl (defensiv) und Kapitän Torsten Mattuschka (offensiv) führt jedenfalls kein Weg vorbei – nicht zuletzt mangels Alternativen. Auf der rechten Außenbahn wird Patrick Zoundi die Nase vor Union-Youngster Christopher Quiring haben. Auf der linken Seite wird wohl Chinedu Ede Dampf machen. Jedenfalls so lange, wie Michael Parensen noch nicht wieder hundertprozentig fit ist. Derzeit befindet sich der Mittelfeldspieler nach seiner Knie-Operation immer noch in der Reha. Wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann, ist ungewiss, ein Einsatz zum Liga-Start in Frankfurt praktisch schon jetzt ausgeschlossen. „Wir setzen uns da aber nicht unter Druck. Wichtig ist, dass er wieder kerngesund wird, alles andere ist egal“, erklärte Neuhaus.

Ebenfalls ohne Frage ist die Bestückung der Abteilung Attacke mit John Jairo Mosquera – und Simon Terodde. „Er hat seinen Torriecher bewiesen. Ich glaube schon, dass er eine Bereicherung für uns ist“, sagte Neuhaus. In der Tat sprechen sieben Tore in drei Spielen, genauer gesagt in 160 Minuten, für den Zugang aus Köln. „Jetzt wird sich so langsam eine Mannschaft herauskristallisieren“, sagte Mattuschka. Noch habe jeder die Chance vorzuspielen und sich zu empfehlen. Dabei scheint die Entscheidung beim Großteil der zu besetzenden Positionen gefallen.