Zweite Liga

1. FC Union trennt sich von Sportdirektor Beeck

Der 1. FC Union Berlin und der langjährige Teammanager Christian Beeck gehen künftig getrennte Wege. Die Zusammenarbeitet wurde beendet, teilte das Präsidium des Vereins mit.

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Der Umbruch beim Fußball-Zweitligisten Union Berlin hat nun auch Sportdirektor Christian Beeck erwischt: Während die Mannschaft auf Mallorca derzeit den Klassenerhalt feiert, gab der Verein am Dienstag überraschend die Trennung von Manager Christian Beeck bekannt. Auch acht Spieler verlassen den Verein.

„Um der wachsenden wirtschaftlichen Bedeutung sportlicher Entscheidungen im Lizenzspielerbereich künftig besser Rechnung tragen zu können, haben wir uns entschieden, die Position des Managers inhaltlich neu auszurichten und damit verbunden eine personelle Änderung vorzunehmen“, sagte Union-Präsident Dirk Zingler. Über die Neuausrichtung und Neubesetzung der Position will der Verein kurzfristig informieren.

Beeck besaß bei Union noch einen Vertrag bis 2012. Als Grund für die Trennung wird über ein angespanntes Verhältnis zwischen Beeck und Trainer Uwe Neuhaus spekuliert.

Der Abgang des ehemaligen Bundesligaprofis Beeck kommt unerwartet. Seit 2005 war der 39-Jährige zuerst als Teammanager und später als Sportdirektor bei den Eisernen tätig. Als Spieler hatte Beeck die Nachwuchsabteilung Unions durchlaufen, später spielte er für Hansa Rostock und Energie Cottbus insgesamt 79-mal in der höchsten deutschen Spielklasse. Wegen einer langwierigen Knieverletzung musste er seine Karriere beenden.

„Ich bedanke mich für die letzten sechs Jahre. Sie waren sehr intensiv, sehr lehrreich und werden mich bei meinen zukünftigen Wegen begleiten“, sagte Beeck, dessen Planungen für die kommende Spielzeit eigentlich im vollen Gange waren: „Ich drücke Union natürlich auch weiterhin alle Daumen.“

Auch die Fans von Union wurden am Dienstag vom Abgang der Integrationsfigur überrascht und reagierten verwundert. Immerhin hatte der Verein durch das Auftreten Beecks in den letzten Jahren an Profil gewonnen. Er war in gewissem Maße zum „Gesicht“ des Klubs geworden.

Außerdem gelangen in Beecks Amtszeit der Aufstieg von der Oberliga in die Regionalliga (2006), später die Qualifikation für die eingleisige 3. Liga (2008) und ein Jahr danach als Meister der Aufstieg in die 2. Liga. Dort landete Union in den vergangenen beiden Jahren im sicheren Mittelfeld.

Doch auch der Spielerkader des Pokalfinalisten von 2001 wird ordentlich durchgemischt. Insgesamt acht Spieler des bisherigen Kaders werden den Verein verlassen. Auch Rekordtorschütze Karim Benyamina und Macchambes Younga-Mouhani (seit 2007 im Verein) müssen den Klub verlassen.

In der vergangenen Saison machte Union am 29. Spieltag den Klassenerhalt perfekt. Schwache Leistungen wie beim 0:3 bei Fortuna Düsseldorf wechselten sich mit wichtigen Siegen wie beim Berliner Derby im Olympiastadion gegen Hertha BSC (2:1) ab.