Fußball

Union Berlin sagt Testspiel gegen Leipzig ab

Eigentlich wollte der 1. FC Union am kommenden Freitag den Regionalligisten RB Leipzig in der Alten Försterei empfangen. Doch nun ist die Partie abgesagt – offenbar wegen befürchteter Fanproteste gegen den umstrittenen Gastverein.

Der Fußball-Zweitligist 1. FC Union Berlin hat das geplante Testspiel gegen den Regionalligisten RB Leipzig abgesagt. Das teilten die Köpenicker am Freitag mit. Das Präsidium des Hauptstadtclubs nahm damit eine Entscheidung des Teammanagers Christian Beeck zurück. Ursprünglich sollte die Partie am kommenden Freitag um 18 Uhr im Stadion an der Alten Försterei angepfiffen werden.

Zu den genauen Gründen für die Absage wollte sich Union nicht äußern, wahrscheinlich waren Fanproteste befürchtet worden Hintergrund: Das „RB“ im Namen Leipzig steht zwar für „Rasenballsport“, doch hinter dem vor knapp zwei Jahren gegründeten Verein steht der Energy-Drink-Hersteller Red Bull. Fans fürchten durch dieses Modell eine immer stärkere Kommerzialisierung des Sports. Im Gegensatz dazu steht der „Arbeiterverein“ Union, der beispielsweise sein Stadion mit Hilfe von Mitgliedern und Anhängern selbst modernisierte.

“Nicht alles, was aus sportlicher Sicht sinnvoll erscheint, passt zu Union. Das Präsidium steht in der Gesamtverantwortung für den Verein und muss mehr berücksichtigen, als die Bedürfnisse einzelner Abteilungen“, erklärte Union-Präsident Dirk Zingler am Freitag in einer Pressemitteilung zur Testspiel-Absage.

Beeck, der das Testspiel in Eigenregie und ohne Absprache mit der Vereinsführung vereinbart hatte, räumte ein: „Die Entscheidung für dieses Testspiel ist nach rein sportlichen Motiven erfolgt. Es gibt natürlich auch andere Perspektiven dazu und es ist wichtig und richtig, diese ebenfalls zu berücksichtigen. Das nicht getan zu haben, war ein Fehler.“