Verletzung

Union-Profi Stuff fällt wochenlang aus

Die schlimme Diagnose hat sich bestätigt: Innenverteidiger Christian Stuff vom Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin hat eine Schultereckgelenkssprengung erlitten und sich alle Bänder in der Schulter gerissen.

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Fußball-Zweitligist Union Berlin hat den Punktgewinn beim starken Aufsteiger Erzgebirge Aue teuer bezahlt.

Die Hiobsbotschaft erhielt Uwe Neuhaus am Montagvormittag. Der Trainer des Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin kann in dieser Saison nicht mehr auf Christian Stuff zurückgreifen. Der Innenverteidiger hatte sich am Sonntag in der Auswärtsbegegnung bei Erzgebirge Aue (0:0) kurz vor Ende der kampfbetonten Partie an der Schulter verletzt.

Die Untersuchung ergab, dass sich Stuff eine Schultereckgelenkssprengung zuzog und dabei alle anliegenden Bänder gerissen sind. Am Dienstag muss Stuff nun operiert werden. „Das ist ein großer Verlust für uns. Ich rechne in dieser Saison nicht mehr mit ihm“, sagte Neuhaus. „Es dauert sechs bis acht Wochen, bis er überhaupt anfangen darf, den Arm zu bewegen.“

Für das Heimspiel gegen den Tabellenzweiten FC Augsburg am Samstag (13 Uhr) muss Neuhaus seine Mannschaft nun auf mindestens zwei Positionen umbauen. Neben Stuff wird auch der defensive Mittelfeldspieler Dominic Peitz fehlen, der in Aue seine 10. Gelbe Karte sah. „Wir haben mehrere Möglichkeiten“, sagte Neuhaus, ohne ins Detail gehen zu wollen.

Die größten Hoffnungen auf einen Einsatz in der Defensive dürfen sich wohl Bernd Rauw und Maccambes Younga-Mouhani machen. Bei Christoph Menz, der wieder mittrainiert, will Neuhaus die Trainingseindrücke in den nächsten Tagen abwarten. Die Köpenicker gehen die nächsten beiden aufeinanderfolgenden Heimspiele gegen Augsburg und Arminia Bielefeld trotz der jüngsten beiden torlosen Begegnungen gegen 1860 München (0:1) und in Aue (0:0) optimistisch an. „Jetzt haben wir zwei Heimspiele. Da wollen wir endlich wieder einmal zu Hause gewinnen. Gegen die Augsburger, die aufsteigen wollen, haben wir nichts zu verlieren“, meinte Torsten Mattuschka.

Der Kapitän hat wie alle Unioner viel Selbstbewusstsein aus den vergangenen drei Auswärtsauftritten bei Aufstiegskandidaten mitgenommen. Bei Hertha BSC (2:1), dem MSV Duisburg (1:0) und in Aue war Union ohne Niederlage geblieben. Nun soll nach drei sieglosen Heimspielen im Stadion „An der Alten Försterei“ endlich wieder dreifach gepunktet werden.