Zweite Liga

1. FC Union gewinnt in Duisburg mit 1:0

Vor rund 12.500 Zuschauern hat sich der 1. FC Union im Kampf gegen den Abstieg Luft verschafft. Die Berliner besiegten auswärts den MSV Duisburg mit 1:0.

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Das Abstiegsgespenst vorerst verscheucht und den Kontakt zum Mittelfeld hergestellt: Der 1. FC Union Berlin ist mit dem 1:0-Sieg beim Aufstiegsaspiranten MSV Duisburg auf den 12. Tabellenplatz geklettert und besitzt nun neun Punkte Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz.

Den einzigen Treffer des Spiels markierte Chinedu Ede in der 35. Minute, den Trainer Uwe Neuhaus dieses Mal in die Anfangsformation beorderte. Mit seinem vierten Saisontreffer sicherte er seinem Club den dritten Auswärtssieg in dieser Spielzeit. Union ist nun seit drei Partien ungeschlagen, Duisburg kassierte dagegen die erste Niederlage im Jahr 2011.

„Es ist so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Der Ball ist gut gelaufen. Dass Ede bei seinem Ex-Verein noch mit dem Kopf trifft, ist unglaublich“, sagte Neuhaus. Die Gäste aus der Hauptstadt spielten sehr clever. In der Defensive standen sie sehr kompakt und ließen kaum Chancen der Duisburger zu. Die Westdeutschen fanden nie ihren Rhythmus und verstanden es nicht, die Berliner unter Druck zu setzen. Im Angriff präsentierte sich Union zudem als Meister der Effizienz. Aus der einzigen guten Möglichkeit in der ersten Halbzeit machten sie den Führungstreffer.

Nach einem Hackentrick des Union-Kapitäns Torsten Mattuschka scheiterte zunächst noch Santi Kolk am Duisburger Torhüter David Yelldell. Den Abpraller brachte Dominic Peitz noch einmal auf das Tor. Aus Nahdistanz vollendete Ede per Kopf zum 1:0. „Da haben wir das Quäntchen Glück, dass Chinedu genau am richtigen Ort steht“, analysierte Unions Teammanager Christian Beeck.

In der zweiten Halbzeit agierten die Hausherren etwas zielstrebiger, doch sie schafften es kaum, die Berliner ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Glück hatte der Hauptstadtclub, als Olcay Sahan (58.) zum Schuss kam. Der Ball trudelte aber am Pfosten vorbei. Hellwach präsentierte sich Union-Schlussmann Marcel Höttecke in der 72. Minute, als Duisburgs Top-Angreifer Stefan Maierhofer mit einem Volleyschuss aus kurzer Entfernung den Berliner Keeper zu einer Glanzparade zwang. „Das hat der Torwart richtig gut gemacht. Das war eine super Reaktion“, lobte Duisburgs Trainer Milan Sasic, der aber mit dem Auftreten seines Teams nicht zufrieden war. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben einige Spieler nicht so agiert, wie ich mir das vorstelle.“