1. FC Union

Parensens Krücken stehen schon wieder in der Ecke

Michael Parensen wurde beim Spiel gegen den MSV Duisburg vom Platz getragen. Ein langer Ausfall drohte. Doch drei Tage später konnte der 24-Jährige schon wieder ohne Krücken laufen.

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Es sah schon wieder ganz gut aus, als Michael Parensen am Mittwoch in der Alten Försterei vorbeischaute. Am Sonntag, als der 1.FC Union gegen den MSV Duisburg seinen ersten Saisonsieg in der Zweiten Fußball-Bundesliga feierte (2:0), wurde der Mittelfeldspieler dort noch vom Platz getragen – mit Tränen in den Augen und schlimmsten Befürchtungen. Nun konnte der 24-Jährige schon wieder ohne Krücken laufen.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Parensen, der gerade erst nach einer sechsmonatigen Verletzungspause in die Mannschaft zurückkehrt war. Aber trotz der nach nur zwei Tagen abgelegten Krücken wird wieder einige Zeit vergehen bis zur Herstellung des angerissenen Innenbandes im linken Knie, das nun durch eine Schiene stabilisiert wird. Nach dem Zusammenstoß mit dem Duisburger Julian Koch sei er „total fertig und deprimiert“ gewesen, so Parensen, der sich bei den Union-Fans für den „irren Applaus“ bedankte, der ihn begleitete, als er vom Rasen getragen worden ist. Inzwischen ist er erleichtert, dass nicht noch mehr kaputt gegangen ist. Etwa sechs Wochen muss Parensen diesmal pausieren.

Er war allerdings nicht der einzige, der nach den beiden freien Tagen – die Trainer Uwe Neuhaus vor allem auch zur mentalen Regeneration nach dem Verlassen der Abstiegsplätze gewährt hatte – beim Training der Köpenicker aussetzen musste. Santi Kolk entschuldigte sich mit einer Erkältung, was allerdings kaum ins Gewicht fällt, da der Niederländer nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Duisburg ohnehin für die Partie am Sonntag beim Tabellenachten 1860 München (13.30 Uhr, Sky live) ausfällt. Problematischer wäre, wenn Torhüter Jan Glinker weiterhin Knieprobleme plagen würden. Gestern trainierte er am Vormittag nur eingeschränkt und am Nachmittag gar nicht. Heute allerdings soll Glinker wieder mitmachen. Noch mehr Ausfälle könnten die Berliner, die zudem auf Ahmed Madouni (Zerrung der Schulterbänder), Bernd Rauw (Innenbanddehnung) und Kenan Sahin (Fraktur im linken Fuß) verzichten müssen, auch wirklich nicht brauchen. mst