1. FC Union Berlin

Trainer Neuhaus will Bremen ein Schnippchen schlagen

Union-Trainer Uwe Neuhaus möchte sich beim DFB-Pokalspiel vom Favoriten Werder Bremen nicht widerstandslos die Butter vom Brot nehmen lassen. Deshalb ließ er seine Mannschaft einen Tag vor dem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren.

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An der klaren Rollenverteilung stört sich vor dem DFB-Pokalspiel des 1. FC Union am Sonnabend (14.30 Uhr, Alte Försterei, Sky live) gegen Werder Bremen niemand. „Bremen hat die bessere Mannschaft und ist natürlich Favorit. Wir sind klarer Außenseiter“, sagt Uwe Neuhaus, Trainer der Berliner. Dem will Werders Sportdirektor Klaus Allofs nicht widersprechen: „Für uns ist nur wichtig, bei Union zu bestehen. Wir sind der Favorit. Unsere Qualitäten müssen reichen, um dort zu gewinnen.“

So weit die Theorie. Doch in der Praxis werden die Unioner ohne Zweifel etwas dagegen haben. Also lässt man bei den Köpenickern nichts unversucht, dem Titelverteidiger ein Schnippchen zu schlagen. Und trainiert die letzte Einheit am Freitagnachmittag unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Auch bei der Startformation hält sich der Trainer noch bedeckt. Fakt ist: Nachdem Zugang Bernd Rauw nach auskuriertem fiebrigem Infekt in dieser Woche alle Einheiten hat mitmachen können, hat Neuhaus die Qual der Wahl. „Sicher wird der eine oder andere Spieler mit meiner Entscheidung nicht einverstanden sein“, weiß der Coach, „doch jeder sollte auch wissen, dass die Aufstellung gegen Bremen keine endgültige Formation für die Liga ist.“ Bei Werder fallen Markus Rosenberg (Knieverletzung) und Daniel Jensen (Achillessehnenprobleme) aus.

Elfmeter werden die Berliner nicht extra üben. Bei aller Pflege der Außenseiterrolle weiß Neuhaus um die Chance: „In einem Spiel gegen Bremen ist sicher eine Sensation möglich.“