Fußball bei Olympia

Fußball bei Olympia: Kruse, Maier und Co. heiß auf Brasilien

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Fokussiert: Union-Profi Max Kruse bei den Olympischen Spielen.

Fokussiert: Union-Profi Max Kruse bei den Olympischen Spielen.

Foto: Matt Slocum / dpa

Die Profis von Union Berlin und Hertha BSC treffen mit dem DFB-Team auf einen der Olympia-Favoriten – und machen markige Ansagen.

Yokohama/Berlin. Zurückhaltung ist nicht ihr Ding, Berlins Olympia-Kicker geben sich lieber angriffslustig. „Es gibt keine Steigerung zur Silbermedaille außer die Goldmedaille“, sagt Unions Max Kruse – ohne dieses Ziel brauche das DFB-Team gar nicht erst anzutreten. Herthas Arne Maier sieht ebenfalls gute Chancen, verspricht eine junge und freche Mannschaft, „die sehr viel Spielfreude mitbringen wird und in den Zweikämpfen konsequent ist“. Worte, denen schon am Donnerstag (13.30 Uhr, ARD) Taten folgen müssen.

Gleich zum Turnierstart bekommen es Kruse, Maier und Co. mit den hochveranlagten Brasilianern um Hertha-Angreifer Matheus Cunha zu tun. „Was die Einzelqualität der Spieler anbelangt, sind sie für mich mit Spanien der Turnierfavorit“, sagte Deutschlands Auswahl-Trainer Stefan Kuntz. Die Erfahrung der erfolgreichen U21-EM hat jedoch gezeigt: Nicht die besten Individualisten setzen sich durch, sondern die beste Mannschaft.

DFB-Team muss Herthas Matheus Cunha stoppen

Auch deshalb ist Maier vor dem Kräftemessen mit seinem Klub-Kollegen nicht bange. „Man weiß ja, dass die Brasilianer, wenn sie ein bisschen Feuer bekommen – und das werden wir ihnen am Donnerstag geben – den einen oder anderen Schritt weniger machen. Wenn jeder von uns heiß ist, werden wir auch ein erfolgreiches Spiel abliefern.“

Das spezielle Duell allein sollte reichen, um die deutschen Spieler auf Betriebstemperatur zu bringen, schließlich handelt es sich um die Neuauflage des olympischen Endspiels von 2016. Damals setzten sich die Südamerikaner vor heimischer Kulisse in Rio im Elfmeterschießen durch. Auch Kruse (34) betont: „Deutschland - Brasilien ist immer ein Highlight.“

In der Offensive dürfte der Routinier in einer Dreierreihe mit Leverkusens Nadiem Amiri und dem Wolfsburger Maximilian Arnold gesetzt sein. Maier und Herthas Innenverteidiger Jordan Torunarigha haben ebenfalls gute Startelf-Chancen. Durch den fehlenden Abstellungswillen einiger Bundesligaklubs ist der deutsche Kader zwar dezimiert, scheint dadurch aber umso motivierter. „Unterschätzen“, sagt Maier, „sollte man uns nicht.“

( JL )