Olympia

Ägyptischer Judoka muss Rio nach Handschlag-Eklat verlassen

Er hatte seinem israelischen Gegner den Handschlag verweigert: Jetzt muss der ägyptische Judoka Islam El Shehaby Olympia verlassen.

Er habe gegen die Regeln des Fairplay und die olympischen Werte verstoßen, urteilte die Disziplinarkommission des IOC: Islam El Shehaby (oben) muss Olympia verlassen.

Er habe gegen die Regeln des Fairplay und die olympischen Werte verstoßen, urteilte die Disziplinarkommission des IOC: Islam El Shehaby (oben) muss Olympia verlassen.

Foto: Orlando Barria / dpa

Rio de Janeiro.  Der ägyptische Judoka Islam El Shehaby, der nach seiner Niederlage seinem israelischen Gegner Or Sasson bei Olympia den Handschlag verweigert hat, muss Rio mit einer scharfen Rüge des Internationalen Olympischen Komitees verlassen. Auch das Nationale Olympische Komitee Ägyptens verurteilte der IOC-Mitteilung zufolge das Verhalten seines Athleten und schickte ihn nach Hause.

YT Handschlag verweigert

Wie das IOC am Montag (Ortszeit) in Rio de Janeiro mitteilte, urteilte die Disziplinarkommission, dass El Shehabys Verhalten gegen die Regeln des Fairplays und die olympischen Werte verstoßen habe.

Der Israeli Or Sasson hatte am vergangenen Freitag nach dem Kampf dem Ägypter die Hand hingestreckt. Doch El Shehaby drehte sich nach seiner Niederlage in der ersten Runde kopfschüttelnd ab. Das Publikum pfiff den Ägypter daraufhin aus. Die Verbeugung vor und der Handschlag nach dem Kampf gehören bei Judo-Wettkämpfen unbedingt dazu. (dpa)