Sotschi 2014

Olympia LIVE - Bronze im Eiskunstlauf - Deutsche führen Medaillenspiegel an

Enttäuschung für Maria Höfl-Riesch. Dafür holen der Kombinierer Eric Frenzel und das Rodel-Duo Wendl/Arlt Olympia-Gold. Das Eiskunstlaufpaar Savchenko/Szolkowy musste sich mit Bronze zufrieden geben.

Nach vielen Tiefschlägen haben die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt endlich den ganz großen Coup geschafft. In Sotschi holten sie wie ihre Kollegen Felix Loch und Natalie Geisenberger Gold.

Das Duo Wendl-Arlt setzte den unglaublichen Olympia-Erfolgszug der deutschen Kufen-Asse fort und fuhren im dritten Rennen das dritte Gold ein. Einen Tag nach dem Triumph von Kollegin Natalie Geisenberger war am Mittwoch auch der Bayern-Express im selektiven Eiskanal von Krasnaja Poljana nicht zu stoppen und beendete die zwölf Jahre lange Flaute der deutschen Doppelsitzer. Mit 0,522 Sekunden fuhren sie den zweitgrößten Vorsprung in einer olympischen Doppelsitzer-Konkurrenz heraus.

Zuvor hatte Kombinierer Eric Frenzel bei seiner zweiten Teilnahme an Winterspielen seinen ersten Olympiasieg gefeiert. Der Weltmeister von der Großschanze wurde seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich im RusSki Gorki Center im Einzel-Wettbewerb von der Normalschanze nach einem Sprung und dem abschließenden 10-km-Langlauf mit 4,2 Sekunden Vorsprung vor dem Japaner Akito Watabe durch. Bronze ging an den Norweger Magnus Krog, der 8,1 Sekunden zurücklag.

Sechster wurde Johannes Rydzek (Oberstdorf), auf den Plätzen acht und neun landeten Fabian Rießle (Breitnau) und Tino Edelmann (Zella-Mehlis).

Für die deutschen Kombinierer war es das insgesamt siebte Gold in diesem Wettbewerb seit dem Premierenerfolg von Georg Thoma 1960 in Squaw Valley.

Das deutsche Olympiateam konnte insgesamt die sechste Olympiasieg bei den Wettbewerben am Schwarzen Meer erringen.

Wie vor vier Jahren in Vancouver gewannen Aljona Savchenko und Robin Szolkowy die olympische Bronzemdaille. Die beiden Chemnitzer mussten sich nach zwei Stürzen in der Kürentscheidung mit 215,78 Punkten den russischen Weltmeisterin Tatjana Wolososchar und Maxim Trankow geschlagen geben, die auf 236,86 Zähler kamen. Silber ging an deren Landsleute Xenia Stolbowa/Fedor Klimow (218,68).

Das zweite deutsche Paar, Maylin und Daniel Wende (Oberstdorf/Essen) belegten mit 166,25 Punkten den 13. Platz. Das letzte von insgesamt drei deutschen Gold im Paarlauf hatten vor 62 Jahren (1952) bei den Spielen in Oslo Paul und Ria Falk gewonnen.

Kombinations-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch kam nicht unter die Top 10

In der alpinen Abfahrt der Frauen wurden am Mittwochmorgen zum vierten Mal in der Geschichte der Olympischen Winterspiele zwei Goldmedaillen vergeben. Die Slowenin Tina Maze und die Schweizerin Dominique Gisin belegten in 1:41,57 Minuten zeitgleich den ersten Platz, dies hatte es bei den Alpinen zuvor noch nie gegeben.

Bronze sicherte sich mit einem Rückstand von 0,10 Sekunden die Schweizerin Lara Gut. Für Slowenien war es das erste Gold bei Winterspielen überhaupt, für die Schweiz das erste in der Frauen-Abfahrt seit dem Triumph von Michela Figini 1984 in Sarajevo.

In der erfolgreichsten deutschen Alpin-Disziplin mit bislang fünfmal Gold gingen die beiden deutschen Fahrerinnen leer aus. Kombinations-Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch kam mit einem Rückstand von 1,17 Sekunden ebenso nicht unter die Top 10 wie nach überstandener Lungenentzündung Viktoria Rebensburg aus Kreuth (1,19 zurück), die Riesenslalom-Olympiasiegerin von Vancouver.