Olympia

Liveticker - Das war die Eröffnungsfeier in Sotschi

In Sotschi sind die olympischen Winterspiele 2014 gestartet. 3000 Künstler sorgen im „Fischt“-Stadion für ein furioses Spektakel. Die Feier im Liveticker.

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat Russlands Präsident Wladimir Putin im russischen Sotschi die Olympischen Winterspiele eröffnet der Olympischen Winterspiele begonnen. Die Eröffnungsfeier begann zu symbolischer Stunde um 20.14 Uhr Ortszeit im „Fischt“-Stadion mit Feuerwerken und Lichtspielen, anschließend folgte der Einzug der rund 2900 Athleten aus 88 Ländern. Zur zweieinhalbstündigen Auftaktzeremonie kamen mehr als 40 Staats- und Regierungschefs. Für das gut zweiwöchige Sportereignis wurden Zehntausende Sicherheitskräfte abgestellt.

Eine kleine Panne gab es gleich zu Beginn: Eine riesige künstliche Schneeflocke ging am Freitag bei der Zeremonie im Fischt-Stadion nicht wie geplant zu einem der fünf olympischen Ringe auf. Somit sahen die 40 000 Zuschauer nur vier Ringe und eine Flocke.

Für Russland ist es das größte internationale Ereignis seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, mit Kosten von 37 Milliarden Euro handelt es sich zugleich um die teuersten Olympischen Spiele aller Zeiten. Auch der betriebene Sicherheitsaufwand ist beispiellos in der Olympia-Geschichte, schon seit Wochen gleicht Sotschi einer Festung: Neben knapp 40.000 Sicherheitskräften sind auch Überwachungssatelliten und Drohnen im Einsatz. Boden-Luft-Raketen werden ebenfalls bereit gehalten, im Schwarzen Meer kreuzen während der Spiele zwei US-Kriegsschiffe, um im Notfall die russischen Sicherheitskräfte unterstützen zu können.

An den Spielen bis zum 23. Februar nehmen rund 2900 Sportler teil, die von 87 NOKs in die Küstenstadt am Schwarzen Meer und in die rund 50 Kilometer entfernte Bergregion Krasnaja Poljana entsandt wurden. Deutschland ist mit 153 Athleten in Sotschi vertreten. In 98 Wettbewerben werden Medaillen vergeben. Mit 37,5 Milliarden Euro gelten die Spiele in Sotschi als die bislang teuersten in der Olympia-Geschichte.

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Für Aufregung sorgte die Entführung einer Passagiermaschine. Wie ein Regierungsvertreter bestätigte, wurde eine Linienmaschine der Fluggesellschaft Pegasus aus Charkow in der Ukraine kommend von einem Kampfjet zur Landung in Istanbul gezwungen.

Nach Angaben des türkischen Verkehrs-Staatssekretärs Habib Soluk hatte ein Ukrainer gedroht, an Bord der Maschine mit 110 Passagieren Sprengstoff zu zünden, sollte der Flieger nicht Kurs auf Sotschi nehmen. Der Mann soll versucht haben, sich Zugang zum Cockpit zu verschaffen, doch die Piloten lösten angeblich einen Alarm aus. Danach landete die Maschine auf dem Sabiha-Gökcen-Flughafen.

Laut der Medienberichte sollen sich anschließend Sondereinsatzkräfte Zugang zum Flugzeug verschafft und den Mann festgenommen haben. Die Winterspiele in Sotschi finden unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Ende Dezember hatten zwei Anschläge in Wolgograd mit Dutzenden Toten die Angst vor Anschlägen in der Stadt am Schwarzen Meer verstärkt.