London 2012

Betty Heidler holt Bronze nach Eklat beim Hammerwerfen

Eine peinliche Panne hätte die Hammerwerferin fast die Medaille gekostet. Doch dann wurde der zunächst falsch vermessene Wurf anerkannt.

Foto: DPA

Betty Heidler hat bei den Olympischen Spielen die Bronzemedaille im Hammerwerfen gewonnen. Der Weltrekordhalterin wurde am Freitag in London im Nachhinein ein zunächst falsch vermessener Wurf anerkannt. Mit 77,13 Metern wurde sie doch noch Dritte hinter der Russin Tatjana Lysenko und der Polin Anita Wlodarczyk.

Nach Heidlers fünftem Versuch hatten die die Kampfrichter den falschen Einschlag des Hammers gemessen. Nach intensiven Diskussionen durfte die 28-Jährige den Versuch zwar wiederholen, blieb aber unter 70 Metern und machte den Wurf selbst ungültig. Danach gingen die Debatten im Innenraum weiter.

Nach Ende des Wettkampfes begann die Jury damit, alle Weiten über 75 Meter noch einmal mit einem Maßband zu kontrollieren. Als dabei Heidlers Weite von 77,13 Metern ermittelt wurde, hatte die Deutsche Grund zum Strahlen.

Kathrin Klaas aus Frankfurt belegte bei ihrem zweiten Olympia-Start mit der personlichen Bestleistung von 76,05 Meter den fünften Rang. Bei den Europameisterschaften in Helsinki war sie Vierte geworden.