Sommerspiele

Für Frank Henkel ist Berlin bereit für Olympia

Sportsenator Frank Henkel macht sich beim „Abend des Berliner Sports“ für Sommerspiele in der Hauptstadt stark.

Foto: DAPD

Als hätte man es von höchster Stelle aus bestellen können: Das Wetter war nach zwei regnerischen Tagen für den „Abend des Berliner Sports“ im Champions Club auf der MS Deutschland wie gemacht. Mit 23 Grad nicht zu kühl und nicht zu warm, der Himmel blau, nur hier und da ein paar Wölkchen. So war das Showprogramm auf der Bühne des Außendecks zu bestaunen und nicht wenige machten es sich in dunkelbraunen Liegestühlen mit azurblauen Auflagen gemütlich.

Neben der Hochspringerin Ariane Friedrich, Fünfkampf-Olympiasiegerin Lena Schöneborn, LSB-Chef Klaus Böger und Morgenpost-Chefredakteur Carsten Erdmann waren auch Sprintstar Usain Bolt und Christina Obergföll mit ihrem Speer zu Gast – allerdings nur auf den Flachbildschirmen live aus dem Olympiastadion. Später fieberten alle mit Julius Brink und Jonas Reckermann auf dem Weg zur Goldmedaille im Beachvolleyball-Finale.

Berlins Senator für Inneres und Sport, Frank Henkel (CDU), der zusammen mit dem Leiter des Berliner Olympiastützpunktes, Harry Bähr, zu diesem Abend geladen hatte, ließ es sich nicht nehmen, schon kurz nach 19 Uhr die ersten Gäste zu begrüßen. Für den Sportsenator waren es die ersten Olympischen Spiele. „Ich bin seit Dienstag hier und habe den Olympiasieg von Robert Harting live im Stadion erlebt. Das war eine sensationelle Stimmung.“ Und natürlich „freue ich mich besonders über die Erfolge der Berliner Athleten“, erzählte der Berliner CDU-Vorsitzende. Auch am Tag des Berliner Abends hatte Henkel ein gutes Händchen. „Heute war ich beim Kanu, habe zweimal Gold gesehen und beim Hockey den Einzug der deutschen Männer ins Finale.“

Zwei Volltreffer also. Natürlich wurde Berlins Sportsenator darauf angesprochen, wie es denn um mögliche Berliner Olympiapläne stünde. „Danach werde ich oft gefragt“, antwortete Henkel und bezog klar Position: „Berlin hat ein fantastisches und sportbegeistertes Publikum und auch die Sportstätten. Wir wären bereit, für 2024, wenn es möglich wäre.“

Das Buffet im „Grand Hotel auf See“, das Olympia-Fan Henkel um 19.48 Uhr eröffnete, lässt sich vom Umfang her nur in Auszügen schildern. Gefüllte Seezungenschleifen in Weißwein pochiert mit Flusskrebsen an Hummersoße, das Entrecote a la Cafe de Paris, der Garnelen-Perlhuhnspieß oder die Rostbratwurst vom Grill, Jungschweinfilet a la Wellington mit Trüffelsoße und hernach die internationale Käseauswahl und Dessert – es war sicher für jeden etwas dabei, ob für die deutsche Fahnenträgerin der Eröffnungsfeier dieser Spiele und Hockey-Rekordnationalspielerin Natascha Keller, Martin Sauer, den Steuermann des Gold-Achters, Box-Trainer Ulli Wegner, Ruderer Linus Lichtschlag, Schwimmer Benjamin Starke, Boxer Stefan Härtel, Silber-Ruderin Britta Oppelt oder auch Füchse-Manager Bob Hanning.

Zu den feinen Speisen und dem Geplauder der Champions spielte das „Ensemble Berlin“, Christoph Hartmann (Oboe), Christoph von der Nahmer (Violine), Tilbert Weigel (Viola) und Clemens Weigel (Cello) von den Berliner Philharmonikern einen Satz aus Mozarts Oboenquartett und die Arie aus der Zauberflöte „Königin der Nacht“. Und die war in dieser Nacht bestimmt die deutsche Hauptstadt …