Basketball

Schwangerer Basketballer wegen Betrugs gesperrt

Er wollte bei einer Dopingprobe schummeln und gab Urin seiner Freundin ab. Was beide nicht wussten: Sie war schwanger.

Donell Cooper (r.) spielte in Europa unter anderem für Panathinaikos Athen. Jetzt muss er erstmal Pause machen.

Donell Cooper (r.) spielte in Europa unter anderem für Panathinaikos Athen. Jetzt muss er erstmal Pause machen.

Foto: Andreas Papakonstantinou / picture alliance / AA

Berlin. Dumm gelaufen: Nach einem positiven Befund auf ein Schwangerschaftshormon (hCG) in seiner Urinprobe ist der US-amerikanische Basketball-Profi Donell Cooper vom Weltverband Fiba wegen Betruges für zwei Jahre gesperrt worden. Dies berichten internationale Medien. Der 28-Jährige, der bis 2018 für AS Monaco spielte, hatte zum Zweck seiner Einbürgerung in Bosnien-Herzegowina eine Dopingprobe abgegeben. Diese Probe stammte aber offenbar von seiner Freundin.

Als Profi in Europa sehr erfolgreich

Ein fataler Irrtum, denn im Urin wurde das Peptidhormon Human Chorionic Gonatropin nachgewiesen, das Frauen mit Beginn der Schwangerschaft im Körper produzieren. Dass sie ein Kind erwarten, war dem Paar offenbar nicht bekannt. Die Fiba sperrte Cooper mit Wirkung von Juni 2018, sie endet am 20. Juni 2020.

Donell Cooper war 2013 bei der alljährlichen Talenteauswahl der NBA, dem Draft, nicht berücksichtigt worden. Daraufhin zog es ihn nach Europa, er spielte dort in Griechenland, Russland und zuletzt Frankreich. Dort wurde er in der ProA sogar 2017 zum „wertvollsten Spieler“ (MVP) gewählt. Im September 2018 verkündete er plötzlich seinen Abschied aus Monaco, aus „familiären Gründen“, wie es hieß.