Leichtathletik

Chinesin Bai gewinnt Berliner WM-Marathon

Überraschung beim Marathon: Die erst 20 Jahre alte Chinesin Bai Xue hat bei der Leichtathletik-WM in Berlin den Titel gewonnen. Sie lief nach 2:25:15 Stunden als Erste durchs Brandenburger Tor. Beste Deutsche wurde Sabrina Mockenhaupt aus Köln.

Marathonläuferin Bai Xue hat am Schlusstag die erste Goldmedaille für China bei der Leichtathletik-WM in Berlin gewonnen. Sie lief am Sonntag nach 2:25:15 Stunden vor der Japanerin Yoshimi Ozaki (2:25:25) und der Äthiopierin Aselefech Mergia (2:25:32) durchs Ziel am Brandenburger Tor. Bai Xue ist erst 20 Jahre alt. Vor einem Jahr war sie bei den Olympischen Spielen in Peking noch über 10.000 Meter an den Start gegangen und hatte Platz 21 belegt.

Beste Deutsche wurde Sabrina Mockenhaupt als 17. in 2:30:07 Stunden. „Das war mein langsamster, aber auch mein schönster Marathon“, sagte die Kölnerin trotz der großen Hitze, unter der alle Läuferinnen zu leiden hatten. Dafür säumten am Samstag und Sonntag über eine Million Zuschauer die Strecke im Zentrum Berlins. „Die Stimmung war der absolute Wahnsinn“, sagte Mockenhaupt.

Susanne Hahn (Saarbrücken) belegte nach 2:38:29 Stunden Platz 34. Ulrike Maisch (Rostock) gab nach 30 Kilometern auf, Luminita Zaituc (Braunschweig) nach 20. Zaituc beklagte sich darüber, von den Trainern am Streckenrand die falsche Trinkflasche gereicht bekommen zu haben. „So eine Sauerei. Ich habe das Getränk von Ulrike Maisch bekommen, zwei Kilometer später hatte ich Seitenstiche und konnte nicht mehr atmen“, sagte sie.

Heiko Schulze, der mit ihrer Flasche an der Strecke auf sie gewartet hatte, erklärte allerdings: „Lubi ist an mir vorbeigelaufen und hat sich das nächste Getränk gegriffen.“ Susanne Hahn bestätigte diese Version. „Ich habe ihre Flasche mitgenommen und bin damit sogar noch hinter ihr hergelaufen“, sagte sie.