LIVE: DFB-Sportgericht vertagt Urteil zum Hertha-Antrag auf Montag

(mkl) 10 Uhr Innerlich hatte ich mich von Tegel eigentlich schon verabschiedet. Vor dem 3. Juni hätte ich im Normalfall hier nicht mehr abfliegen sollen. Aber was ist schon normal in diesen Tagen? Herthas Saison geht irgendwie immer weiter, immer weiter…und der neue Flughafen wird auch nicht wirklich fertig. So sitze ich hier jetzt also doch noch einmal im viel zu kleinen Warteraum und – ja, warte. Die Anzeigetafel zeigt, ich bin hier richtig: 10.50 Uhr, Frankfurt.

Ganz spontan haben wir gestern beschlossen, dass ich Hertha zur Verhandlung beim DFB begleite. Und natürlich werde ich euch als Erste an allem teilhaben lassen.

Heute wird sich ab 13.30 Uhr also entscheiden, ob der Protest des Klubs erfolg hat oder eben nicht. In jedem Fall wird es einen Entscheid mit weitreichenden Konsequenzen geben: Entweder es gibt einen Präzedenzfall, dann dürfen sich sämtliche Klubs auf ungemütliche Zeiten einstellen und ihren Anhängern mal ein paar Takte zum guten Benehmen erzählen. Oder aber der DFB legitimiert die Vorkommnisse und öffnet den Chaoten damit Tür und Tor. Wobei das jetzt zugegeben die etwas vereinfachte Sicht auf die Dinge ist. Klar ist aber: Heute geht es nicht nur um Hertha BSC.

Und doch sind die Berliner natürlich die Protagonisten. Allerdings geht es heute nicht um die Vorwürfe gegen Andre Mijatovic, Thomas Kraft, Christian Lell und Levan Kobiashvili. Vor allem Kobiashvili steht im Blickpunkt, er soll Schiedsrichter Stark in den Nacken geschlagen haben, Stark soll den Georgier noch in der Kabine bei der Polizei angezeigt haben. Diese Vorfälle werden an anderer Stelle verhandelt. Ich bin gespannt, wie sich diese Geschichte entwickelt.

So, ich werde mir jetzt mal einen Überblick über die heute Presse verschaffen – und dann hoffentlich zügig und sicher nach Frankfurt jetten. Sobald ich in der DFB-Zentrale bin, geht es hier weiter. Also bleibt dran.

13 Uhr In der Otto-Fleck-Schneise in Frankfurt: 30 Journalisten warten vor dem Eingang der DFB-Zentrale. Gegen 13.30 Uhr soll es losgehen. Dem Vernehmen nach sind die Medien im Saal bei der Verhandlung des DFB-Sportgerichtes zugelassen. Allerdings herrscht dort striktes Blog- und Twitter-Verbot.

13.22 Uhr Die Hertha-Delegation ist eingetroffen. Angeführt wird sie von Präsident Werner Gegenbauer. Anwalt Christoph Schickhardt ist dabei, Medien-Direktor Peter Bohmbach. Ebenso Co-Trainer Ante Covic und die Spieler Andre Mijatovic, Peter Niemeyer, Christoph Janker und Thomas Kraft.

13.23 Uhr Die Medienvertreter werden in den Verhandlungsraum ‚Tagungssall 4, Sepp Herberger geführt.

13.30 Uhr Die Verhandlung hat begonnen. Richter Lorenz begrüßt die Anwesenden. Herthas Anwälte tragen gerade den Antrag auf Wertung für Hertha bzw. Wiederholung vor.

13.50 Uhr Hertha legt Fotos vor, die belegen, dass nicht nur feiernde Familien auf den Platz gelaufen sind, sondern Spieler von Zuschauern eingekreist und eingeschüchtert wurde.

13.52 Uhr Das Gericht studiert die Bilder von Roman Hubnik und Thomas Kraft, die Bilder sind für die Beobachter nicht zu erkennen, zeigen laut Hertha-Anwalt Schickhardt eine Szene vor der Spielunterbrechung.

13.54 Uhr Herthas Anwälte berichten von der Angst der Hertha-Spieler in der Kabine. „Sie sagten: Wir haben Angst. Es gab die Aussage von der Poizeit, dass es eine Katastrophe gibt, wenn das Spiel nicht fortgesetzt wird.“ Diesem Umstand wird heute wohl viel Bedueutung zukommen.

13.57 Uhr Hertha beruft sich auf den Paragraphen 17, 2b, genauer gesagt auf den Tatbestand einer „Schwächung der Mannschaft durch unabwendbare äußere Einflüsse“, also die Zuschauer.

13.59 Uhr: Hertha Anwalt Schickhardt: „Der Platzsturm fand nicht nach einem Pfiff von Schiedrichter STark statt, sondern während der Ball rollte. Dafür haben wir TV-Aufnahmen.

14 Uhr: Schickahardt verweist auf das Chaos im Länderspiel Deutschland gegen Argentinien und führt aus, es sei sehr schwierig, sich zu erinnern. „Es kommt bei den Zeugen zu einer Verschwimmung, die Erinnerung setzt zeitweise aus.“ Schickhardt nimmt das zum Anlass, den Richter zu loben: Er sei aus diesen Gründen froh, einen erfahrenen Strafrechtler zu haben, der viel Erfahrung im Umgang mit zeugen hat.

14.03 Uhr: Jetzt ist Düsseldorf dran. Horst Klettke nimmt zu den Ausführungen von Hertha BSC Stellung. „Zuschauer waren im Innenraum, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Das kann aber nicht die Frage sein ob ein Einspruch begründet ist. Wir sehen einen völlig anderen Ansatzpunkt, der Regel 5 beinhaltet. Die besagt, dass jedes Spiel vom Schiedsrichter geleitet wird (…) Unter der Überschrift rechte und Pflichten ist ausgeführt, dass es im Ermessen des Schiedsrichters liegt, eine Partie zu unterbrechen oder abzubrechen (…), das ist genau der Punkt um den es geht: Hier objetiviert sich die Lage. Der Schiedsrichter hat sich die Frage vorzulegen: Kann ich das Spiel in Anbetracht was zu erleben war weiterführen, ja oder nein? Er hat die Frage klar mit ja entschieden. Die Sekundne fehlen nicht, die Restspielzeit wurde gewährt und durchgeführt. Man kann sagen: Das war nicht die Qualtiiät von Spiel die wir erwarten, aber das ist eine subjektive Empfindung. Objektiv gab es keine Sicherheitsbedenken.“

14.07 Uhr Klettke nimmt zu den Fotos Stellung: „Es kann sein, dass der Zuschauer etwas schreit, kann sein, dass er etwas singt. Es ist nicht so, dass das Feld voll war mit gewaltbereiten Hooligans. Wir müssen daruaf hinweisen: Nach dem 1:2 gab es Abbrennen von Pyrotechnik aus dem Hertha-Block. Dankenswerter Weise sind die Spieler zu den eigenen Spielern hingegangen und haben versucht, zu beruhigen. Darüber hinaus habe ich gesehen, dass es Spieler gab, die Pyro aufgehoben und zur Seite geworfen haben. Keine Spur von Angst also. Zu dem Thema werden wir noch mehr hören, aber das sollen die Zeugen selbst erzählen.“

14.09 Uhr jetzt wird es spannend: Die Zeugenvernehmung beginnt, den Anfang macht Schiedsrichter Stark.

14.11 Uhr: Während der Beweisaufnahme ist kein Liveticker erlaubt, bis später

14.44 Uhr Schiedsrichter Stark gibt hier gerade einen unglaublichen Horrorbericht ab. Sollten sich die Anschuldigungen, die ich hier jetzt nicht ausführen darf, bestätigen, stehen einer Reihe von Hertha-Profis harte Sperren bevor, du meine Güte!

15 Uhr Der Sportinformationsdienst berichtet aus der Verhandlung, Schiedsrichter Stark habe gesagt:

„Der Spieler Lewan Kobiaschwili hat mit ausgestreckter Faust in meine Richtung geschlagen. Ich habe mich weggeduckt, bin dann am Hinterkopf getroffen worden. Einzig das Treppengeländer verhinderte einen Sturz, und das wären fünf bis sechs Meter gewesen“, sagte der Referee aus Ergolding während der Verhandlung des Berliner Einspruchs gegen die Spielwertung vor dem DFB-Sportgericht am Freitag in Frankfurt/Main.

Medienberichten zufolge hatte Stark den Georgier Kobiaschwili noch in der Kabine wegen Körperverletzung angezeigt. Dazu äußerte sich Stark zunächst nicht.

Von Christian Lell sei er zudem „aufs Schärfste attackiert und am Arm gepackt worden“, sagte Stark. „Die Beleidigung, die dabei gefallen ist, war: Du feiges Schwein!“ Auf dem Weg zur Schiedsrichterkabine seien die Unparteiischen dann von weiteren Spielern von Hertha BSC abgefangen worden. Andre Mijatovic habe ihn als „Wichser“ bezeichnet.

15.09 Uhr: Die Befragung von Schiedsrichter Stark ist beendet. Jetzt redet der Vierte Offizielle.

15.20 Uhr Die Verhandlung dreht sich immer mehr um die Auseinandersetzungen zwischen den Hertha-Spielern und den Schiedsrichtern. Das ist eine Gratwanderung für das Gericht, weil es um diese Vorwürfe aber erst nächste woche geht. Der Vorsitzende Lorenz machte aber eingangs deutlich, dass die Dinge eben nicht zu trennen sind. Denn: Wenn Spieler auf die Offiziellen losgehen und mehr Spielzeit einfordern, können sie an sich nicht – wie von Hertha kolportiert-zu Tode verängstigt sein.

15.22 Uhr Der Vierte Offizielle bestätigt die Aussagen von Schiedsrichter Stark. Der hat innerhalb einer intensiven halben Stunde vorhin die komplette Hertha-Argumentation ausgehebelt. Im Kern wiederlegte er die Aussage von Manager Preetz, Hertha sei „Teil einer Deeskalationsmaßnahme“ gewesen. Stark: „Preetz fragte: Können Sie die Sicherheit der Spieler garantieren? Ich sagte: Das kann ich ncht, das kann kein Schiedsrichter. Das kann nur die Polizei, und die hat grünes Licht gegeben. Darauf sagte Herr Preetz man wolle beratschlagen, ob sie das Spiel fortsetzen. Ich habe Preetz und Herrn Meier informiert, dass die noch zu spielende Spielzeit 1 Minute und 30 Sekunden beträgt. Im Beisein meiner beiden Assistenten haben wir beide Spielführer darüber informiert, es sind noch 1.30 zu spielen“ Und weiter: „Ich wurde von niemanden unter Druck gesetzt, ich msste das Spiel fortsetzen. Wir haben den Auftrag über die Leitstelle der Polizei gesagt, was zu tun ist, welche Bestätigung wir brauchen. Es ist niemand gekommen um zu sagen: Sie müssen das Spiel fortsetzen. “

15.32 Uhr Düsseldorfs Strategie dreht sich im Falle der Schiedsrichter um die zentrale Frage: Hat ein Spieler oder ein Offizieller Ihnen gegenüber geäußert, er hätte Angst. Interessant: Stark hat das verneint, der Vierte Offizielle Wingenbach spricht von „vereinzelten Zwischenrufen“.

15.36 Uhr Das ist interessant: Wingenbach berichtet von Zwischenrufen, „die in die Richtung gingen: Was passiert eigentlich, wenn wir hier noch ein Tor schießen?“ Stark hatte davo nichts berichtet. Dies ist aber einer der zentralen Punkte. Sollten die Hertha-Spieler tatsächlich bedenken gehabt haben, gar Angst, sieht die Sachlage schon anders aus. Bislang lief der Prozess sehr einseitig zugunsten von Fortuna Düsseldorf. Mit seiner letzten Aussage hat Wingenbach das Blatt ein wenig gedreht.

15.40 Uhr Die Beweisaufnahme ist für eine Pause unterbrochen. Als nächstes wird Hertha-Torwart Thomas Kraft sprechen.

16.08 Uhr Kraft schildert die Situation vor dem Spielabbruch: „Ich wurde mehrfach angehalten und geschubst. Das hat mir zu denken gegeben. Zehn Meter vor dem Eingang wurde ich aufgehalten von mehreren Leuten, die teils böse gestimmt waren. Habe große Bedenken gehabt, was mit anderen Spielern passiert ist. Ich wurde als Scheiß-Absteiger beschimpft, oder ihr habt es nicht anders verdient, ihr Drecksäcke, du Wixer. Ich war froh, als ich in der Mixed-Zone war. Irgendwann kam dann das Signal, alle Spieler sollten in die Kabine kommen. Dort hat man einigen Spielern die Angst angesehen, auch Angst um ihre Familien auf den Tribünen. Besonders den Südamerikanern. Ihre Tränen waren keine Abstiegstränen, das kann ich ausschließen“.

16.15 Uhr Thomas Kraft hat seine Aussage abgeschlossen, als nächstes ist Hertha-Kapitän André Mijatovic an der Reihe.

16.19 Uhr Mijatovic: Eine solche Situation habe ich noch nie erlebt. Die Situation beginnt mit dem 2:2. Danach hattte das nichts mehr mit Fußball zu tun. Auf einmal kamen 150 Polizisten auf die Spiellinie, wir hatten nicht mehr die Bedingungen, richtig Fußball zu spielen. Ich war beeindruckt, aber wir hatten noch Zeit genug, es konnte noch viel passieren. Als die Zuschauer kamen, war das ein Schock. Du weißt nicht, was das bedeutet.

16.34 Uhr Jetzt spricht Herthas Co-Trainer Ante Covic über seine Erlebnisse, wie gewohnt sehr emotional. „Ich fühlte mich völlig ausgeliefert, weil ich keinen Einfluss mehr auf das Spiel nehmen konnte. Ich konnte den Vierten Offiziellen leider nicht erkenne, weil alles voll mit Menschenmassen waren. Es waren mehrere Menschen in der Coaching-Zone. Ein Familienvater mit seinem Sohn. Und einer, der nicht aussah wie ein Familienvater.“

1637 Uhr: Covic: „Direkt nach dem Ausgleich standen Zuschauer auf dem Dach über der Trainerbank, die nur darauf gelauert haben auf den Platz zu springen. Wer das nicht mitbekommen hat, wollt es nicht sehen. Ich konnte in keinster Weise mehr Anweisungen geben.“

16.41 Uhr: Covic weiter über die Vorkommnisse in der Kabine: „Ich fragte Raffael: Weißt du was zu tun ist? E sagte: Trainer, weißt du: Meine Frau ist da oben, und meine Kinder, da wusste ich. Ich schaffe es nicht mehr, mein Team zu erreichen.“

16.45 Uhr Jetzt wird Hertha-Anwalt Schickhardt laut. Er rügt die Verhandlungsführung. Grund: Der Vorsitzende Lorenz glaubt dem Co-Trainer nicht, dass er für gewöhnlich Anweisungen gibt.

16.51 Uhr: Ante Covic hat den Raum verlassen, jetzt ist Verteidiger Peter Niemeyer an der Reihe.

17.02 Uhr: Also, langsam bekommt diese Verhandlung groteske Züge. Nach der Diskussion darüer, ob Covic taktische Anweisungen oder nicht, muss Niemeyer definieren, was er unter „vermummt“ versteht. Er sagt: „Wenn jemand einen Schal vor Mund und Nase bindet, ist das für mich vermummt“. Nachfrage der Richter: „Ein Schal reicht also aus?“ So geht das hier hin und her…

17.07 Uhr: Das wird noch ein langer Abend hier in Frankfurt. Als nächstes ist Hertha-Verteidiger Christoph Janker an der Reihe.

17.24 Uhr: Die Aussagen der Hertha-Spieler und Verantwortlichen gleichen sich stark. Nach Janker, der im Wesentlichen alles seiner Vorredner bestätigt hat, wird nun Geschäftsstellenleiter Tom Herrich befragt.

18.08 Uhr Jetzt sagt Götz Bender aus, der bei der DFL für die Relegationsspiele verantwortlich ist. „Stark wurde gefragt, ob er die Sicherheit persönlich garantieren könne. Das könne er natürlich nicht, sagte er, aber die Polizei habe ihm grünes Licht gegeben“

18.40 Uhr Sicherheitsbeauftragter Ralf Ziewer ist der nächste Zeuge.

18.42 Uhr Ziewer geht hart mit dem Sicherheitsdienst in Düsseldorf ins Gericht: „Ich habe die letzte Energie vermisst, die Fans zurückzuhalten“. Jetzt wird deutlich, dass Schickhardt eigentlich gar nicht auf die Angst der Spieler hinaus will, sondern auf das Versagen der Sicherheitskräfte.

18.53 Uhr Starks Assistent Pickel bestätigt Kobiashvilis Schlag: „Das habe ich gesehen.“

19.05 Uhr Das Gericht berät jetzt über die Frage, ob die Fernsehbilder des Platzsturmes vorgeführt werden dürfen oder nicht.

19.06 Uhr Unfassbar, das Gericht tagt jetzt mit einer kurzen Unterbrechung seit mehr als 7,5 Stunden – und noch immer ist die Beweisaufnahme nicht abgeschlossen.

19.08 Uhr Richter Lorenz verkündet: Das Material wird nicht gezeigt. die Beweisaufnahme ist damit geschlossen. Schickhardt beginnt sein Plädoyer.

19.27 Uhr Schickhardt: Wenn Sie heute sagen, dieses Spiel ist ordnungsgemäß zu Ende gebracht worden, können wir das Buch scließen. Sie müssen entscheiden: Steht man zu den Konsequenzen wenn es eng wird, wenn es wehtut? Jetzt ist ein Zeichen zu setzen, jetzt tut es weh, weil jetzt die Öffentlichkeit da ist. Wir wollen ein gerechtes Fußball-Spiel, und das war es nicht. Wenn wir sagen, das war ordnungsgemäß, brauchen wir hier nicht mehr verhandeln, wenn wieder ein Trainer hier sitzt, weil er zwei Meter die Coachingzone verlassen hat. Wir dürfen uns nicht nur um die kleinen Fälle kümmern.

„Ich hätte mir gewünscht, dass auch einmal herr Stark in die Kabine kommt und sich nach dem Wohlbefinden der Spieler kümmert. Das hat ihn überhaupt nicht interessiert, es ging nur darum, den Kick über die Bühne zu bringen. Wolfgang Stark hat sich seiner Verantwortung aus Sicht von Hertha BSC nicht gestellt.

Schutz für Hertha BSC gab es nicht. Wir sind uns darüber einig, dass der Schutz der Gastmannshaft zu den höchsten Gütern im Sport gehört. Wo war der hier? Die Mannschaft wurde überrant von einem gemischten Publikum

Wie tritt eigentlich die Polizei den Fans gegenüber? Mit Helm, mit Pfefferspray und Schlagstöcken. Und unsere Jungs stehen da in kurzen Hosen. Das ist die Schwächung unserer Mannschaft. Während des Spiels, nicht danach.

Verlangen Sie einen Krankenhausaufenthalt eines Spielers, damit es zu einer Schwächung kommt? In der Zeit, die noch zu spielen war, waren die Spieler mit der Rettung Ihrer eigenen Haut befasst. Die Trainerbank war nur noch Sprungbrett, um auf das Spielfeld zu kommen. Wo hat es das schon gegeben?

Wo kommen wir hin, wenn während eines Spiels festgehalten werden dürfen, dann ist das Spiel aus. Und das Spiel war aus. Der Schiedsrichter wusste nicht, ob er das Spiel beendet oder nicht. Er hat das Spiel abgebrochen, auch wenn er das heute nicht mehr so will. Der Schiedsrichter sagt: Es gab für die Hertha Spieler keinen Grund, Angst zu haben. Aber er war der erste in der Kabine.

DAS GERICHT VERTAGT DIE ENTSCHEIDUNG AUF MONTAG 15 UHR!!!