Gespräche aus der Kabine sind im Hause Dardai tabu

(ub) – Eine der Bayern-Weisheiten, die einst Markus Babbel mit zu Hertha BSC gebracht hat, lautet:

Wenn du schlechst spielst, musst du schauen, dass du wenigstens nicht verlierst.

Von diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, hat Hertha gegen den FC Augsburg Reife bewiesen. Manager Michael Preetz nannte die Leistung im Heimspiel vor 40.935 Zuschauern „komplett enttäuschend“. Immerhin profitierten Hertha von „zwei individuellen Fehlern der Gäste“ – gemeint war der Ex-Herthaner Christoph Janker, der in der 82. Minute bei Augsburg eingewechselt wurde, in der 83. den Elfmeter gegen Davie Selke verursachte (Vedad Ibisevic traf zum 1:2) und in der 87. Minute das 2:2 von Selke nicht verhindern konnte.

Torunarigha sorgt für Wirbel

Über den Wirbel, für den Jordan Torunarigha mit seinem Instagram-Post gesorgt hat, habt Ihr schon diskutiert – Aussagen von Trainer Pal Dardai und von Manager Michael Preetz finden sich – hier. Am Sonntag war Torunarigha eine Halbzeit für Herthas U23 in der Regionalliga im Einsatz. Gegen den BAK gab es ein 1:4 (1:2) – Aufstellung/Tabelle – hier.

Was für ein Tag … #herthabsc#Bundesliga#immerweiter#nike#fussball A post shared by Palko Dardai (@palkodardaiofficial) on

Frech und unbekümmert

Für good vibrations sorgte Pal Dardai jr. Der Trainer-Sohn kam nach einem ersten Einsatz in der Europa League (7. Dezember 2017 beim 1:1 gegen Östersund) gegen Augsburg zu seiner Bundesliga-Premiere.

Papa Pal sagte über das Debüt seines Erstgeborenen:

Der Sohn sollte schnell schlafen gehen. Ich habe ihn gefragt, wie sein Gefühl war. Er hat gesagt, dass er gegen Östersund aufgeregt war. Aber diesmal war es ein normales Gefühl. Palko hat im Training gute Leistungen gezeigt, so wie damals Arne Maier. Eigentlich habe ich Palko diesen Einsatz geschuldet. Weil er gegen Östersund der beste Angreifer war. Eigentlich hätte er es als Talent danach verdient gehabt, eingesetzt zu werden. Gegen Augsburg hat es Salomon [Kalou] immer wieder versucht, aber er kam nicht durch. Also habe ich gedacht, Palko sorgt für frischen Wind.

Und wie muss man sich das vorstellen, im Hause Dardai?

Dardai: Weil ich der Papa bin, hat Palko ein schwierigeres Leben. Er muss mehr warten, als andere. Ich bin auch so aufgewachsen. Für meine Karriere später war das aber gut. … was schön ist: Palko erzählt nie zu Hause, was in der Kabine los ist. Wir können das sehr gut trennen. Damals, als er das erste Mal bei uns mittrainiert hat, habe ich zu ihm nichts gesagt. Ich habe Hardy [U-19-Trainer Michael Hartmann] gesagt: Sage Palko, dass er morgen zum Profitraining kommen soll. Das haben wir wunderbar hinbekommen. Darauf bin ich stolz, weil, dafür musst du intelligent sein.

Manager Michael Preetz sagt über den Einstand von Dardai jr.:

Palko war sofort ein belebendes Element im Spiel. Er spielt frech und unbekümmert. Er klopft jetzt an die Tür.

Training am Montag: keines. Nächste Einheit Dienstag, 15 Uhr, Schenckendorff-Platz.

P.S. Wiederhole noch mal einen Hinweis für Podcast-Aficinados – auf das Rasenfunk-Tribünengespräch, das Max-Jacob Ost geführt hat mit Matthias Sammer und dem Eurosport Moderator Jan Henkel – zum Rasenfunk-Tribünengespräch – hier