Dardais Forderung an Weiser

(mey) – Der Mittwoch war ein Tag, der die Bundesliga aufhören ließ. Das Urteil des Bremer Oberverwaltungsgerichts im Kostenstreit um Polizeieinsätze bei sogenannten Hochrisikospielen der Bundesliga beschäftigt die Akteure. Dazu werdet ihr morgen einen ausführlichen Bericht in eurer Morgenpost finden. Darin steht auch, was sie bei Hertha derzeit dazu sagen.

Kommen wir zum Tag beim Berliner Bundesligisten. Die beiden Trainingseinheiten am Mittwoch hat sich unser Praktikant für euch angeschaut. Hier lest ihr seinen Bericht.

Von Max Priola

Nach dem gestrigen harten Trainingstag ließ es Coach Pal Dardai am Mittwoch lockerer angehen. „Gestern war hohe Intensität und Zweikampfführung in der Spielform. Deswegen war das heutige Training eher Regeneration“, sagte der Trainer. Trotzdem äußerte sich der Ungar zum gestrigen Abschlussdesaster: „Gestern Nachmittag haben wir gut trainiert, trotzdem ändert das nichts am Ergebnis des Vormittagstrainings.“

Beim Training wieder dabei war am Dienstag Mitchell Weiser, der Montag und Dienstag wegen Sprunggelenksproblemen fehlte. Der Flügelspieler wird im Kader für das Spiel gegen den FC Bayern am Sonnabend stehen. In der Startelf sieht Dardai ihn aktuell aber nicht. Er sagte:

„Er kann eingewechselt werden und uns ein paar Minuten helfen. Es wäre sehr früh, ihn gleich reinzuschmeißen.“

Dardai glaubt, dass Weiser, der seit Dezember immer wieder Verletzungsprobleme hatte, erst einmal über einen längeren Zeitraum durchgehend trainieren müsse. „Das wäre gut, auch für seinen Körper und seine Karriere, denn in der letzten Zeit gab es zu viele Unterbrechungen. So ist es schwierig, Leistungsträger zu sein“, sagte der Trainer. Er hoffe, dass Weiser „den Rest der Woche durchtrainieren kann, damit wir nach dem Wochenende wieder richtig mit ihm planen können.“

Lazaro muss zum Zahnarzt

Apropos Training: Die heutige Einheit beinhaltete hauptsächlich zwei Spielformen, in denen Valentino Lazaro und Rune Jarstein fehlten. Der Torwart trainierte im Kraftraum und Lazaro hatte einen Zahnarzttermin.

In der ersten Spielform spielten die Profis Zehn-gegen-Zehn auf kleine Tore. Geübt wurde hauptsächlich das Gegenpressing bei Ballverlust. Anschließend wurde Elf-gegen-Elf auf große Tore gespielt. Erlaubt war nur ein Ballkontakt. „Ich wollte heute sehen, dass die Jungs viele Tore machen und wir gute Laune reinbekommen“, erklärte Dardai. Das bekam er auch zu sehen.

Interessant zu wissen: In beiden Spielformen stand Ondrej Duda in der vermeintlichen A-Elf auf der Zehn. Ob er das auch gegen die Bayern tun wird, oder ob das nur an der Abwesenheit von Lazaro lag, ist schwer zu beantworten.

Stürmertraining mit Andy Thom

Die gute Laune zeigte die Offensivabteilung auch am Nachmittag. Dort absolvierten unter anderem Davie Selke, Matthew Leckie und Alexander Esswein ein Stürmertraining unter der Leitung von Andreas Thom. Auch der noch am Morgen entschuldigte Valentino Lazaro wirkte mit.

Kleine Anekdote noch zu Thom: Nach dem Vormittagstraining fuhr der ehemalige Hertha-Stürmer mit dem Auto am Platz vorbei. Thomas Kraft, Herthas Ersatzkeeper, schmiss Thom lachend seine Handschuhe auf die Windschutzscheibe: „Da haste dich jetzt aber erschrocken, Andy, wa?“ Alles lachte. Ist nach dem schwachen Spiel gegen Mainz also nicht nur schlechte Stimmung bei Hertha.

Am Donnerstag trainieren die Berliner unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Um 12:30 Uhr wird die Pressekonferenz vor dem Bayern-Spiel stattfinden.