Dardai sucht Ersatz für Eismann Rekik

(ub) – Sonne über dem Schenckendorff-Platz, drei Mannschaften mit je acht Spielern im Einsatz – es war ein kühler, klarer Vormittag bei Hertha BSC.

Um mit der guten Nachricht zu beginnen: Ersmals in diesem Jahr trainierte Mitchell Weiser mit der Mannschaft. Ob der U21-Europameister nach gut drei Wochen Pause aber bereits ein Kandidat für den Kader am Samstag beim VfB Stuttgart ist?

Trainer Pal Dardai: Da müssen wir schauen, ob Mitch alles ordentlich verkraftet. Im Training sah er gut aus. Und seine Kommentare haben zuletzt schon gefehlt.

Damit spielte der Coach auf die Diskussionsfreude von Weiser an. Der sich gleich mit Vedad Ibivic anlegte, er habe keine Foul, sondern den Ball gespielt. Der Trainer ermahnte Weiser, das sei gefährlich, weil ein gestrecktes Bein gewesen. Ibisevic schob Weiser beseite, der gab aber nicht klein bei. Nein, er sei einfach schneller am Ball gewesen. Kabbeleien am Rande, das Team lebt.

„Sehr bissig, sehr wild“

Für Aufsehen sorgte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Karim Rekik. Ausgerechnet der Niederländer, der sich im Aufbautraining (mit Athletiktrainer Hendrik Vieth) befindet, kam als einziger aller Profis in kurzen Hosen.



(wer möchte, dass Rekik warm wird, bringt ihn zum Laufen, indem er auf das weisse Dreieck klickt).

„Das sieht sehr bissig und wild aus“, sagte Dardai. Dennoch legte sich der Trainer bei dieser Personalie fest:

Karim fehlt am Samstag definitiv. Sein Ödem ist noch nicht weg. Wenn er sich dreht oder den Ball spielt, hat er noch Schmerzen. Wir werden nichts überstürzen.



Nicht dabei waren Alexander Esswein, der Fieber hatte. Seine Blutwerte sind noch nicht in Ordnung. Auch Torwart Thomas Kraft steht nach seiner Knieprellung aus der Vorwoche gegen Stuttgart nicht zur Verfügung.

Lustenberger oder Langkamp?

Bei der Spielform fielen diverse Tore. Ich habe allerdings mehr auf die Verteidigung geschaut. Da in Stuttgart neben Rekik auch Jordan Torunarigha fehlen wird (Rot-Sperre), wird noch ein Innenverteidiger gesucht. Im Team Lila hieß die Innenverteidigung Niklas Stark (der gesetzt sein dürfte) und Fabian Lustenberger. Bei Team Gelb waren im Einsatz Sebastian Langkamp und Torunarigha.

Euer Rat an den Trainer: Wie sollte Herthas Innenverteidigung gegen den VfB aussehen?