Nüscht wie raus nach Brandenburg

(ub) – Bei Lichte betrachtet, ist es etwas zu früh für eine sinnvolle Diskussion. Hertha BSC will im Februar 2017 die Resultate der Machbarkeitsstudie öffentlich machen. Ohnehin läuft der aktuelle Mietvertrag im Olympiastadion bis 2025. Da aber nun drei potentielle Standorte für eine eigene Arena im Raum stehen – die „Bild“ berichtete – nehmen wir den Ball mal auf.

Die Lage ist kompliziert, aber am Ende übersichtlich. Grundsätzlich möchte Hertha in Berlin bleiben. Der Senat aber signalisiert: Wo immer ihr hinwollt – es wird keinerlei Unterstützung geben. Und was immer ihr für Ideen für den Olmpiapark habt (also für die großen Flächen rings ums Olympiastadion) – das wird nicht stattfinden.

Bis 2020 kein Cent fürs Olympiastadion

Und Investitionen ins Olympiastadion gibt es (zumindest in den kommenden vier Jahren) auch nicht.

Nun ist klar: Wenn Hertha eine Fläche haben will, um sie für ein Stadionprojekt zu entwickeln, braucht es die Zusammenarbeit mit dem Senat. Weil es um Zugangswege, um die Straßenanbindung, öffentliche Verkehrsmittel geht (um nur einige Punkte zu nennen).

Hertha braucht gute Argumente

Vor diesem Hintergrund wird in der Machbarkeitsstudie auch über die Stadtgrenze von Berlin hinausgeschaut. Drei Standorte wurden nun genannt (Dreilinden, Stahnsdorf, Oranienburg). Es gibt noch weitere mögliche Standorte im Umland.

Die Signale, die Hertha mit den Entscheidern in Brandenburg empfangen hat: Was immer ihr wollt, wir möchten euch helfen.

Natürlich wissen alle bei Hertha, dass ein Fußballstadion in Brandenburg ein gewagter neuer Schritt wäre. Deshalb wird der Verein eine Reihe sehr plausibler Argumente bringen müssen, um zu Jahrebeginn zunächst die Mitglieder von der Idee zu überzeugen.

Warum Hertha eine eigene Arena will

Der Vollständigkeit halber: Den Hintergrund, warum der Bundesligist aus dem 1936 gebauten Olympiastadio raus und in eine eigene Arena rein will, haben wir zwischen März und Mai hier im Blog ausführlich diskutiert

  • mehr Nähe zum Spielfeld für die Fans,
  • bessere Athmosphäre im Stadion,
  • einige Heimpunkte mehr pro Saison, weil Schiedsrichter auch Menschen sind
  • vielfältig besserer Service für die Besucher Catering/Toiletten/Wlan …
  • Verbesserung von Herthas Einnahmesituation (Stadionname/Catering-Rechte/Bierrechte …)
  • dadurch Verbesserung der sportlichen Perspektiven …

Eure Meinungen zum Thema?