Die Frage nach Fabian Lustenberger ist ungültig

(npri) – Nach dem Spiel gestern haben sich ja ein paar Fragen aufgetan: Zum Beispiel, warum hat Fabian Lustenberger nicht gespielt, wenn Hertha-Trainer Pal Dardai die Müdigkeit der Nationalspieler so beklagte? Lustenberger hat er die ganze Zeit im Training gesehen, ihn hätte er doch gut einschätzen können, was bei den anderen Spielern ja seiner eigenen Aussage zufolge nicht der Fall war. Hier seine Antwort:

„Wir wollten in den Standards einen Vorteil haben, weil die Gegner defensiv sehr gut stehen, deshalb habe ich die Mannschaft einen Tick erhöht. Langkamp, Ibisevic, Brooks und Stark sind vier Hirsche um 1,90 Meter, wir wollten auf diese Weise in Führung gehen. Das habe ich Lusti auch erklärt, seine Leistung war im Training und auch im vergangenen Spiel über 60 Minuten ok. Per hat aber einen kleinen Vorteil, er beißt sich richtig rein, schafft immer die 90 Minuten. Wir haben die Punkte aber gestern nicht in der Defensive liegen gelassen sondern offensiv. Die Null hat gestanden, eine richtig große Torchance hatte Augsburg nicht, deshalb ist die Frage ungültig.“

Dann allerdings widersprach er sich halb, als er sagte, dass er Brooks vielleicht lieber hätte eine Pause gönnen sollen:

„Ich glaube, das muss ich beim nächsten Mal besser überlegen, wenn er so eine lange Reise hat und nicht mit uns trainiert. Wenn du so lang bist und so viel reist, das war nicht gut für ihn, das hat nicht gut ausgesehen bei ihm.“

Dennoch war Dardai vor allem mit der Offensive nicht zufrieden, war aber auch da selbstkritisch und fragte sich, wie von euch auch schon angesprochen, ob er nicht lieber Valentin Stocker als Zehner hätte starten lassen.

„Vedad könnte öfter in der Tiefe angespielt werden. Es wäre vielleicht auch besser gewesen, wenn Stocki als Zehn anfängt und Salomon außen, aber Salomon hat körperlich nicht so ausgesehen, als wenn er über die Flügel dieses Laufpensum hinkriegt. Ich dachte daher, er kann durch die Mitte etwas machen, auch wegen seiner Torgefahr. Nach dem Wechsel war es dann besser mit Genki und Julian.“

Zu der Frage nach Vladimir Darida: Darida soll erst einmal zwei Wochen richtig mittrainieren, bevor Dardai ihn wieder ins Spiel bringt. „Wenn das richtig gut klappt, kann er für das Wochenende eine Option sein, aber wenn ich auf meine inneres Gefühl höre, würde ich ihn lieber noch nicht spielen lassen. Er hatte eine Operation. Die Gegner können ihm richtig weh tun. Bisher haben wir genug Punkte, weiß nicht, ob das sein muss.“

Auch Weiser hätte vermutlich mit seiner Muskelverhärtung gespielt, wenn es unbedingt hätte sein müssen. Auch da wollte Dardai aber lieber Vorsicht walten lassen, als den 22-Jährigen mit einem Muskelfaserriss für mehrere Wochen zu verabschieden.

Mit diesen Informationen ausgestattet, wünsche ich euch noch einen schönen Sonntag, am Montag haben die Herthaner frei, öffentliches Training ist wieder am Dienstag um 14.30 Uhr.