John Brooks auf den Spuren der Kanzlerin

(jl) – Nun ja, ihr habt die Auslosung ja mitbekommen. Im Achtelfinale des DFB-Pokals geht es nach, tatatataaaa: Dortmund. Viel höher kann die Hürde im deutschen Profifußball nicht sein.

Andererseits macht Herthas jüngster Auftritt beim BVB ja durchaus Mut, und auch Union hat (fast) vorgemacht, wie es gegen die Borussia klappen kann.

Union als Vorbild

Pal Dardai zeigte sich jedenfalls beeindruckt von der Leistung der Berliner Kollegen. In Sachen Pokal-Fight und Kompaktheit könnten die Köpenicker (übrigens Dardais Wunschgegner im Pokal – „das wäre ein Event für die ganze Stadt“) durchaus ein Vorbild sein, sagte er. Und anders als bei Union werde bei Hertha ja regelmäßig Elfmeterschießen geübt.

Brooks gibt grünes Licht

Alles in noch in weiter Ferne. Vorerst richtet sich das Augenmerk auf Sonntag. Und auf Gegner Hoffenheim, für den das Abenteuer „Pokal 2016/17“ seit Mittwochabend beendet ist. 1:2 nach Verlängerung in Köln. Das Selbstvertrauen im Kraichgau ist trotzdem ungebrochen.

Was die blau-weißen Personalsorgen angeht, gab es am Donnerstag leichte Entwarnung. John Brooks hielt es im Gespräch mit dem Trainer mit der Kanzlerin und sagte frei nach Angela Merkel:

„Ich schaffe das!“

Später stieg er in seinen camouflagegemusterten Sportwagen und brauste schwungvoll vom Gelände.

Fragezeichen hinter Langkamp

Hinter seinem Abwehrkollegen Sebastian Langkamp stehen hingegen noch ein paar Fragezeichen. Als Ersatzmann plant Dardai einerseits mit Niklas Stark, aber auch mit Youngster Florian Baak, der am Freitag mit den Profis trainieren wird. Zu eurer Enttäuschung: Der Name Jens Hegeler fiel nicht.

Die einzige Einheit des Tages auf dem Platz, sie fiel moderat aus. Futsal-Style, unter anderem auch mit reinem Kopfballspiel.

Lustenberger zurück auf dem Schencke

Einer, den Hertha angesichts des möglichen Langkamp-Ausfalls gut gebrauchen könnte, fühlte sich von dem lockeren Programm angesprochen: Fabian Lustenberger. Der Schweizer mischte erstmals seit seiner Beckenprellung wieder mit. Von einem Härtetest konnte allerdings keine Rede sein. Ein Einsatz am Sonntag gilt nach wie vor als unwahrscheinlich.

„Sechser haben wir genug“, meinte Dardai. Auf Arne Maier, eine weitere Nachwuchshoffnung, verzichtet er daher.

Am Freitag trainiert Hertha unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Dafür stehen Trainer und Manager bei der PK Rede und Antwort.