Turbulente Tage für Hertha und Sinan Kurt

(jl) – Da ahnt man nichts Böses und zack, bricht am Mittwoch ein mittelschweres Boulevard-Gewitter über Hertha herein. Skandal-Alarm. Um Sinan Kurt. Ihr seid längst in der Diskussion.

Die Angelegenheit ist nicht unbrisant. Fakt ist aber auch: Bislang herrscht wenig Gewissheit. Über das, was wir wissen – und nicht wissen: hier.

Sicher ist: Das Thema wird uns noch weiter beschäftigen. Man darf gespannt sein, wie sich die Hertha-Verantwortlichen am Donnerstag auf der Pressekonferenz positionieren. Warten wir’s ab.

Abschließend bewerten sollte man die Chose erst, wenn tatsächlich belastbare Fakten vorliegen.

Der Trend geht zu Kalou

Um den Sprung zum Sportlichen zu schaffen: Nach unseren Informationen wird Kurt gegen Köln im 18er-Kader stehen. Ein Kandidat für die Startelf ist er jedoch nicht (das wäre ohne Skandal aber nicht anders). Auf der vakanten Spielmacherposition schlägt die Nadel stattdessen in Richtung Salomon Kalou aus.

Neuerliche Trainingseindrücke konnten wir am Mittwoch nicht gewinnen. Hertha blieb unter Dach, und auch der klubeigene Twitter-Account blieb ungewohnt ruhig. Ganz ohne PR-Arbeit ging es dann aber doch nicht:

Ihr wisst: Am 25. März 2017 wird Marcelinho ein Abschiedsspiel im Olympiastadion bekommen.

Eine Legende kommt, eine andere geht

Während eine Fußball-Legende auftauchte, nahm eine andere Abschied. Der langjährige Physio der Nationalmannschaft, „Adi“ Katzenmeier ist in der Nacht zu Mittwoch im Alter von 81 Jahren verstorben. „Mit ihm geht ein Stück Nationalmannschaftsgeschichte“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Empfinde ich tatsächlich auch so. Der Mann war einfach immer dabei. Sieben Weltmeisterschaften. Acht Europameisterschaften. Wahnsinn.

Seit 1974 (!) war Katzenmeier Masseur beim DFB-Team, knetete über die Jahre die Waden von Beckenbauer und Gerd Müller, von Karl-Heinz Rummenigge, Lothar Matthäus und Bastian Schweinsteiger. Und natürlich von Lukas Podolski, der Katzenmeier häufig an seine Seite zerrte, wenn eine Kamera ihn ins Visier nahm. RIP, Adi.

Von wegen Neid auf Gladbach

Damit soll es gut sein für heute. Macht euch einen schönen Abend. Gibt ja Europapokal-Fußball. Zwar ohne Hertha, aber wer weiß – vielleicht ist es ja in nicht allzu ferner Zukunft wieder so weit. Eines wird Hertha aber wohl nie passieren. So etwas:

Am Donnerstag wird bei Hertha hinter geschlossenen Schranken trainiert. Wir blicken dafür auf die PK.