Gulasch für Genki und Kritik an Thomas Tuchel

(jl) – War ganz schön was los im Medienraum von Hertha BSC am Mittwoch. Sieben Kameras habe ich gezählt. Freitagsspiele machen nun mal sexy, erst recht, wenn man selbst auf Platz zwei steht und der Gegner Borussia Dortmund heißt.

Beschwerden programmiert

Pal Dardai wusste die Bühne für sich zu nutzen. Auf die Frage nach der „Härte-Kritik“ seines BVB-Kollegen Thomas Tuchel antwortete der Ungar mit klaren Worten.

„Solche Aussagen sind grenzwertig, die machen Druck auf den Referee.“

Sollten gegen die Hertha-Profis in Dortmund auffällig viele Fouls gepfiffen werden, von ungerechtfertigten Gelben Karten ganz zu schweigen, sei die Beschwerde programmiert. Dann werde er dem Unparteiischen vorwerfen, dass seine Linie eine Reaktion auf die Tuchel-Kritik sei, meinte Dardai, ehe er das Wort „Männersport“ fallen ließ. Nun ja.

Die gesamte PK könnt ihr euch hier ansehen:

Die Fakten im Überblick: Die Nationalspieler sind allesamt beschwerdefrei in Berlin angelandet, einzig Genki Haraguchi wurde am Mittwoch noch vermisst.

Dardai versprach ihm vorab schon eine kleine Spezialbehandlung, schließlich musste der Japaner die weitesten Reisen absolvieren und sei sicher müde. Da helfe nur eines:

Gehen wir mal davon aus, dass diese Maßnahme wirkt.

Stark als Lustenberger-Ersatz gesetzt

Somit bleibt die einzig fragliche Personalie Fabian Lustenberger. Sollte der Schweizer wegen seiner Beckenprellung tatsächlich ausfallen, hat Dardai die Konsequenzen schon benannt.

Was soll ich sagen? Eure Allan- oder Hegeler-Plädoyers blieben ungehört. Stattdessen wird Niklas Stark gegebenenfalls ins defensive Mittelfeld vorrücken. Den freien Platz in der Innenverteidigung übernähme dann John Brooks.

Damit soll es gut sein für heute. Wobei mich noch eure Meinung interessiert.

Am Donnerstag wird wieder im Verborgenen trainiert. Dafür erfahrt ihr hier, wer den Sprung in den 18er-Kader geschafft hat.