Hertha gegen Schalke: Ohne Brooks, aber mit vollem Risiko

(jl) – Zack, ist schon wieder eine Woche rum. Der 3. Spieltag der Fußball-Bundesliga wird am heutigen Freitagabend mit der, nun ja, Knallerpartie Köln – Freiburg eröffnet. Hertha hingegen darf am Sonntag den Schlusspunkt setzen. Pal Dardai rieb sich auf der Pressekonferenz schon mal die Hände.

Dardai: „Ich freue mich auf das Spiel. Wenn alles passt, so wie in der letzten Saison, dann gewinnst du.“

Zur Erinnerung: Gegen Gelsenkirchen gewannen die Berliner in der Rückrunde zu Hause 2:0.

Kommen wir zu den Fakten. Die „Resthoffnung“ auf einen Einsatz von John Brooks schrumpft immer weiter. Am Freitag sah der Trainer „keine große Chance“. Sonnabend soll der Innenverteidiger zwar trainieren, hätte selbst im Erfolgsfall aber einen Rückstand gegenüber seinen Kollegen.

Tor-Forderung an Langkamp

Die Alternativen hören auf die Namen Niklas Stark und Fabian Lustenberger. Eine Frage der „Pärchenbildung“ (Dardai). Wenn ihr mich fragt: Gegen die hochgewachsenen Gäste kann ein kopfballstarker Mann wie Stark in der Innenverteidiger nicht schaden.

Apropos kopfballstarke Innenverteidiger. Der Trainer wurde auf der PK auch zu Sebastian Langkamp befragt. Freute den Coach, konnte er doch noch mal öffentlich unterstreichen, dass der hochgewachsene Langkamp ihm ein Kopfballtor schulde. Vielleicht klappt es ja am Sonntag.

Körber verletzt sich schwer

Fast beiläufig ließ Dardai die Info fallen, dass sich Nils Körber eine schwere Knieverletzung zugezogen hat. „Kann böse sein“, sagte der Coach.

UPDATE: Diagnostiziert wurde ein Meniskus-Riss, der dritte Keeper wurde noch am Freitagabend operiert.

Weil auch Torwart Nummer zwei, Thomas Kraft, angeschlagen war, konnte Körbers Ausfall durchaus nervös machen. Aber: Dardai gab Entwarnung. Kraft steht als Backup für Rune Jarstein bereit.

Kein Bock auf Gelsenkirchen?

Etwas erstaunlich finde ich den ausbleibenden Zuschauerandrang. Hertha rechnet am Sonntag mit rund 50.000 Besuchern. Etwas mau dafür, dass die Berliner auf Rang zwei stehen und ein nationaler Topklub vorstellig wird. Trotzdem ist sich Dardai sicher:

„Die Rivalität zu Schalke ist wichtig für die Fans. Das ist gut für mich. Dann muss ich nicht die 100 Prozent aus den Spielern herauskitzeln. Das machen die Fans.“

Wer wissen möchte, wie es derweil bei Königsblau aussieht: ungefähr so.

Am Sonnabend steht das Abschlusstraining an, dazu gibt es den 18er-Kader. Außerdem schon als Vorab-Hinweis: Am Sonntag wird es auf diversen S- und U-Bahnlinien Richtung Olympiastadion Schienenersatzverkehr geben.