Warum Dardai Risiko nimmt

(ub) – Mitchell Weiser marschierte direkt nach der kurzen Ansprache von Trainer Pal Dardai vom Schenckendorff-Platz. Der rechte Fuß steckte in einem Schlappen und war bandagiert.

Dardai: Mitch hat in der ersten Hälfte einen Schlag drauf bekommen. Zur Pause wollte er seinen Schuh nicht ausziehen, damit der Fuß nicht dick wird. In der zweiten Hälfte hat er es noch mal versucht. Mitch wollte nicht runter, aber ich wollte da kein Risiko gehen. Wir schauen jetzt mal zwei, drei Tage. Wird es nicht besser, muss Mitch zum MRT.

Auch Vedad Ibisevic begab sich postwendend in die Kabine. Er hatte in Ingolstadt einen Schlag auf die Wad erhalten und ließ sich behandeln.

Lob für Schieber

Ansonsten gab es viel Lob vom Vorgesetzten. 2:1 gegen Freiburg, 2:0 in Ingolstadt, sechs Punkte nach zwei Bundesliga-Spieltagen. Verbale Streicheleinheiten für Julian Schieber („diese beiden Tore sind wichtig für seinen Kopf“). Lob für die erste Halbzeit („taktisch war das sehr ordentlich“).

Gute Laune: Pal Dardai nach dem 6-Punkte-Start von @herthabsc #schenckendorffplatz #hahohe A photo posted by ubremer1 (@ubremer1) on

Dass die zweite Hälfte unrund werden würde, mit weniger Spielfluss und vielen, vielen Zweikämpfen, darauf hatte der Coach seiner Mannschaft bereits zur Pause vorbereitet.

Pekarik in Unterzahl

Natürlich habe er gesehen, dass Ingolstadt in Hälfte zwei vor allem auf der rechten Hertha-Seite mehrfach in Überzahl gegen Peter Pekarik und zunächst Weiser stand.

Dardai: Das war mein Risiko. Ich hätte das mit einer Umstellung ändern können. Ich habe aber gedacht, dass das Risiko nicht zu hoch ist. Ja, es kamen eine Reihe von Flanken rein. Ja, es gab den einen oder anderen Eckball. Aber wir haben John Brooks, Sebastian Langkamp, Niklas Stark und Rune Jarstein – wer hätte da von Ingolstadt zum Kopfball kommen sollen? Ich wollte stattdessen eine Überzahl auf der anderen Seite für den einen schnellen Konter haben. O.k., dass das dann so lange gedauert hat, bis wir das 2:0 gemacht haben …

Montag trainingsfrei. Die nächste Übungseinheit gibt’s am Dienstag, 15.30 Uhr, auf dem Schenckendorff-Platz.