Keine Angst vor Elfmetern - und harten Entscheidungen

(jl) – Zeit für ein beherztes „Donnerwetter!“, Freunde. Ihr habt’s mitbekommen: Pal Dardai demontiert Fabian Lustenberger. Der Schweizer ist nicht länger Kapitän, stattdessen trägt fortan Vedad Ibisevic die Binde.

Ein längeres Stück zu dieser Entscheidungen (und ihren Begleiterscheinungen) lest ihr am Donnerstag in eurer Morgenpost. Wie ihr zu diesem Signal des Trainers steht, interessiert mich aber natürlich schon jetzt. Freue mich über einen Klick am Ende des Eintrags.

Vier Profis versagen die Nerven

Dardai hat jedenfalls bewiesen, dass er keine Angst vor harten Entscheidungen hat. Und um seinen Spielern den Bammel vor dem Elfmeter zu nehmen, ließ er schon mal eifrig vom Punkt üben.

Dardai: „Elfmeterschießen trainieren wir schon das ganze Jahr immer wieder, das macht Spaß.“

So auch am Mittwoch zum Abschluss der Vormittagseinheit. Sebastian Langkamp und Salomon Kalou scheiterten an Nils Körber; Julian Schieber schoss drüber, Sinan Kurt an den Pfosten. Der Rest verwandelte recht sicher. Teilweise erhöhte Dardai den Druck mit einem flapsigen Spruch. „Jetzt bin ich aber mal gespannt“, gab er beispielsweise Niklas Stark mit auf den Weg.

Trifft auch vom Punkt souverän: Vedad #Ibisevic #hahohe A photo posted by @jrn_lng on

Kontakt zu Gnabry

Uns Journalisten gab der Ungar mit auf den Weg, dass Hertha tatsächlich auf Tuchfühlung zu Serge Gnabry gegangen ist.

Dardai: „Wir haben ihn schon lange auf dem Zettel, nicht nur wegen Olympia. Jetzt haben wir die Möglichkeit, mit ihm zu reden.“

Bislang hatte der Coach die Personalie ja als blau-weißes Wunschdenken abgetan. Zu groß die Bühne Olympia, zu solvent die potenziellen Mitbieter – der Linksaußen sei für Hertha außer Reichweite.

Tatsächlich aber scheint Gnabry die Option Hertha nicht auszuschließen. Vorerst gilt seine Aufmerksamkeit allerdings voll und ganz der olympischen Medaillenjagd. Am Mittwochabend (21 Uhr) steht das Halbfinale gegen Nigeria an. Sonnabend folgt entweder das Finale oder die Partie um Platz drei.

Seine Beraterfirma, die übrigens auch Langkamp vertritt, ließ auf Anfrage mitteilen: Man setze alles daran, den Olympia-Fokus des Schützlings nicht zu stören. Nun dann.

Stocker rückt ins Zentrum

Ansonsten probte die Mannschaft relativ realitätsnah den Ernstfall – im Elf-gegen-Elf. So sahen die Teams aus:

Gelb: Jarstein – Pekarik, Langkamp, Brooks, Plattenhardt – Skjelbred, Darida – Haraguchi, Stocker, Kalou – Ibisevic.

Grau: Körber – Weiser, Stark, Hegeler, Kurt – Lustenberger, Allan – Allagui, Kohls, Owusu – Schieber.

Ihr seht: Valentin Stocker durfte sich im Zentrum beweisen. Ob es sich bei Team Gelb schon um die Elf für Regensburg handele, wurde Dardai gefragt. Seine Antwort: „Kann sein.“

Während Ibisevic, Schieber, Kalou und Haraguchi trafen, spielten Alexander Baumjohann und Ronny Fußballtennis über vier Trainingsdummys. Allein im Käfig, beaufsichtigt von Co-Trainer Admir Hamzagic.

Am Donnerstag setzt Hertha auf Abwechslung. Es wird Beachvolleyball und Basketball gespielt, das alles hinter verschlossenen Türen. Dafür steht die Pressekonferenz an.