Herthas neue Kleider

(ub) – Einen intensiver Trainingsvormittag absolvierten die Hertha-Profis. Nach einem gründlichen Aufwärmprogramm ging es zurück in den Kabinentrakt. Dort steht die gesamte Technik mit Lasern, Zeituhren und Rechnern, um 30-m-Sprints zu protokollieren. Der gesamte blau-weiße Tross spurtete.

Deshalb ging es erst gegen 10.40 Uhr auf dem Schenckendorff-Platz weiter. Auch dort war Vollgas gefragt. Es wurde Zwei-gegen-Zwei gespielt. Das Team mit Ball rannte in hoher Geschwindigkeit auf das verteidigende Duo zu. Entweder ging es um einen raschen Abschluss – die beiden Tore standen nur 20 Meter auseinander. Oder im Fall des Ballverlustes wechselten die Rollen: Nun sollten die Angreifer von eben als Verteidiger dem verlorenen Ball aggressiv nachsetzen und, wenn möglich, zurückzuerobern.

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Gelaufen wurde wie im Eishockey: Vier Spieler duellierten sich vielleicht 60, 75 Sekunden. Dann war Schluß, Feld räumen, die nächsten vier Profis legten los.

Dardai pusht Lustenberger

Die nächste Übung war ebenso intensiv. Diesmal startete eine Dreier-Angriffsreihe 25 Meter vor dem Tor und sollte zwei Verteidiger (plus Torwart) ausspielen und zum Abschluss kommen. Auch hier war Geschwindigkeit Trumpf.

Für die Liebhaber von Zwischentönen: Wie schon am Vortag übertrug Trainer Pal Dardai die Entscheidung, welche Mannschaft die letzte Einheit gewinnt – Fabian Lustenberger.

Diesmal ordnete Dardai einen 17-m-Freistoß mit Mauer an. Lustenberger brachte den Ball nicht an der Verteidigung vorbei, kein Tor. Also hatte Lustenbergers Team die Tore und Trainingsutensilien beiseite zu räumen.

Vor der Nachmittagseinheit hatte jeder Spieler ein Date im Medienraum. Dort hatte Ausstatter Patrick Hellmann sein Equipment ausgepackt: Maß nehmen für die Ausgehanzüge.

Ondrej Duda mit Schlips (Disclaimer: Der Autor dieser Zeilen besitzt weder einen Schlips noch wäre er in der Lage, einen zu binden)

Niklas Stark mit Teamleiter Nello di Martino

Anna Zug an ✌?️ #himym #anzug #hertha #nikstark #nello A photo posted by Niklas Stark (@nik.stark5) on

Noch ein Hinweis auf den Ex-Herthaner Marvin Knoll, jetzt bei Jahn Regensburg angestellt. Er äußert sich zum Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal am Sonntag gegen Hertha – das Interview

Hertha-Ansturm auf die Königsklasse

Wer heute Abend Fußball schaut: War selbst überrascht, wie viel bekannte Hertha-Gesichter am Start sind, wenn Borussia Mönchengladbach auf Kunstrasen bei den Young Boys Bern im Playoff-Hinspiel um den Einzug in die Champions League spielt (20.45 Uhr /ZDF). Klar, Raffael und Ibrahima Traore bei Gladbach. Bei Bern heißt der Cotrainer Harry Gämperle, der in dieser Funktion von 2007 bis 2009 bei Hertha tätig war. Kapitän der Young Boys ist Steve von Bergen (der es nach einer Verletzung allerdings nicht in den Kader geschafft hat) – die Aufstellungen.

Training am Mittwoch: 10 Uhr, Schenckendorff-Platz. Am Nachmittag wird in der Kabine gearbeitet.