Jahnsport-Park ist ausverkauft Hosogai wechselt zum VfB

(ub) – Montag, trainingsfrei bei Hertha BSC. Einige von Euch waren ziemlich aktiv. Habe mitbekommen, dass es bei der Ticketbuchung für das Rückspiel am 4. August bei Bröndby IF Probleme gab, vor allem technischer Art.

Habe deshalb telefoniert mit Thomas E. Herrich, der in der Hertha-Geschäftsleitung für dieses Thema zuständig ist.

Um mal mit der chronologischen Reihenfolge zu beginnen: Im Hinspiel von Hertha gegen Bröndby am Donnerstag hat der Jahnsport-Park bei internationalen Spielen eine Kapazität von 18.000 Plätze (Anstoß 20.15 Uhr).

Herrich: Der Jahnsportpark ist, von wenigen Reservierungen abgesehen, ausverkauft.

Dem Gastverein stehen bei Europa League-Partien laut Uefa-Reglement „mindesten fünf Prozent der verfügbaren Tickets“ zu. Das wären also 900 Plätze für dänische Fans. Bröndby hat mehr Karten geordert, Hertha hat für das Hinspiel knapp 2000 Tickets nach Kopenhagen geschickt. Da freut sich der Bröndby-Fan …

Das Rückspiel ist anders organisiert. So wie ich es verstanden habe, gibt Bröndby seine Karten nicht aus der Hand, auch nicht an den Gastverein.

Wenn der Server in die Knie geht

Akzeptiert werden von Bröndby für den Gästebereich nur Online-Bestellungen. Dafür braucht es eine Kreditkarte. Kartenzahlungen selbst von Mini-Beträgen ist in Dänemark via Kreditkarte oder Handy-Zahlung sehr verbreitet. Grundsätzliche Diskussionen, wie sie in Deutschland geführt werden (was ist mit Leuten, die keine Kreditkarte haben? Was ist mit Leuten ohne Internet-Zugang …) gibt es in Dänemark bei diesem Thema nicht so.

In der Theorie sollte das mit der Online-Bestellung auch aus Deutschland funktionieren. In der Praxis jedoch gibt es Probleme, die vor allem technische Probleme zu sein scheinen. Habe es so verstanden, dass der Server bei Bröndby mehrfach in die Knie gegangen ist.

Hat jemand ein positives Erlebnis gehabt und nicht nur das Enblem gelesen „Guest tickets are not available“?

Zwei-Jahres-Vertrag beim VfB

Fix ist nun der Wechsel von Hajime Hosogai zum VfB Stuttgart. Der Japaner verzichtet, ganz ungewohnt für einen Profi, auf einiges Geld. Wäre es nur nach finanziellen Erwägungen gegangen, hätte Hosogai das Angebot von Zweitliga-Rivale 1860 München anhemen müssen.

Hosogai hat sich aber für die Nähe zu seinem „Ziehvater“ Jos Luhukay entschieden, mit dem er nach den Stationen FC Augsburg und Hertha BSC nun zum dritten Mal zusammenarbeit.

Ich behalte von Hajime Hosogai einen sehr freundlichen Profi in Erinnerung, der mittlerweile gut Deutsch spricht. In seiner ersten Saison bei Hertha, 2013/14, fand ich ihn einen wichtigen Spieler, der mit seiner Laufbereitschaft und Unerschrockenheit einiges zur gelungenen Rückkehr von Hertha in die Bundesliga beigetragen hat.

700.000 Euro Ablöse

In der zweiten Saison ist er in einem Formloch versunken, aus dem er sich nicht mehr herausbuddeln konnte. Wünsche Hajime Hosogai alles Gute bei der „Mission Aufstieg“ beim VfB.

Die Größenordnungen, die der „Kicker“ für den Deal genannt hat, halte ich für realistisch: 700.000 Euro Ablöse, dazu ein, zwei Optionen, so dass der Betrag auf eine Million steigen kann.

Training am Dienstag, 10 Uhr, Schenckendorff-Platz

P.S. Weil wir das Thema hatten, verlinke ich die aktuelle Ausgabe des Hertha-Echos von Manfred Sangel, bei der ich eingeladen war. Die Radio-Sendung ist in zwei Teilen archiviert.

Teil 1 mit Telefoninterview zum Hertha-Dampfer mit Reinickendorffs Bezirksbürgermeister Frank Balzer (ab 14:30 Min.) und über die Freuden des Blogs Immerhertha (ab 26:20 Min.)

Teil 2 über digitale Transformation im Journalismus und bei Hertha (ab 4:45 Min.) sowie ein O-Ton von Pal Dardai aus dem August 2009 zu seinem Tor gegen Bröndby (ab 18 Min.) und dem Thema Mukhtar (ab 19:40 Min).