Hertha in Alkmaar: Mit Duda, aber ohne Lustenberger

(jl) – Eine hochinteressante Einheit war das am Freitagvormittag, aus mehrerlei Gründen. Der neue Spielmacher in Aktion, das endgültige Comeback der Trainingsgruppe II und jede Menge Taktik – was will man mehr?

Dardai als System-Tüftler

Der Reihe nach: Konnte mir erstmals einen Eindruck von Ondrej Duda verschaffen. Agierte noch sehr zaghaft der junge Mann, selbst beim Torschuss wirkte er ein wenig gehemmt. Pal Dardai machte ihm keinen Vorwurf, schließlich prasselten allerhand neue Reize auf den Slowaken ein. Der Trainer knapp:

„Da hilft nur eins: Fußballspielen und viele Tore.“

Viel Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen, hatte Duda noch nicht. Denn: Am Freitag wurde fleißig Offensivtaktik gepaukt. Am Nachmittag in der Theorie, zuvor bereits in der Praxis. So sah das dann aus.

Angriff mit System. #hahohe A photo posted by @jrn_lng on

Zehn Feldspieler gegen jede Menge Trainingsdummys, die Pass- und Laufwege zustellten. Drei verschiedene Angriffssysteme wurden durchlaufen, jeweils in Varianten.

Einer der Schwerpunkte: Das Spiel zwischen den gegnerischen Defensiv-Reihen. Ein Aufgabe, bei der auch Duda gefordert war, der aber gut damit zu tun hatte, die Orientierung zu behalten.

„Mitdenken, das Spiel lesen“, forderte der Trainer. Der Chefcoach unterbrach immer wieder, um Details zu korrigieren. Dardai, der System-Tüftler.

Trainingsgruppe II lässt grüßen

Etwas abseits wurde unterdessen deutlich mehr geschwitzt. Ronny und Hajime Hosogai wurden von Fitness-Coach Hendrik Vieth unter die Fittiche genommen.

Ein weiterer Wink mit dem Torpfosten, dass sich beide doch bitte um einen neuen Arbeitgeber bemühen möchten. Kluge, Franz, Niemeyer und Wagner lassen grüßen.

Dardai: „Sie sollen fit werden. Ronny wegen seines Gewichts. Und Haji so.“

Bauchmuskelzerrung bei Lustenberger

Am Sonnabend geht’s für Hertha auf kleine Holland-Exkursion. Um 15.30 Uhr spielen die Berliner bei AZ Alkmaar (sorry, zunächst stand hier eine verkehrte Zeit). Duda wird schon dabei sein.

Fabian Lustenberger hingegen nicht. Er leidet an einer Bauchmuskelzerrung, trainierte daher am Freitag auch nicht mit und soll erst am Dienstag wieder einsteigen. Ebenfalls in Berlin bleiben John Brooks und Peter Pekarik. Für sie steht Laufarbeit an.

Abschließend: Ehre, wem Ehre gebührt. Alles Gute, Thomas Kraft!

Am Sonnabend spielt Hertha also in Alkmaar. Am Sonntag steht um 10 Uhr das obligatorische Auslaufen an. Das nächste „richtige“ Training ist für Dienstag (10 Uhr) angesetzt.