Duda-Day bei Hertha

(ub) – Noch ist nix unterschrieben. Aber morgen soll es passieren. Die polnischen Medien sind dicht dran an ihren Vereinen und ihren Spielern. So steht zu erwarten, dass die Ankunft von Ondrej Duda in Berlin am Flughafen, das Betreten des Flugsteiges, das Verlassen des Flugsteiges, die Ankunft beim ersten Medizin-Check … alles fotografisch dokumentiert werden wird.

Aber, wir wissen: Ein Vertrag, auch wenn er über fünf Jahre läuft, ist erst fix, wenn er unterschrieben ist. Das soll morgen auf der Hertha-Geschäftsstelle passieren. Die Stunden bis dahin …

… vertreiben wir uns mit einem kleinen Film, der Immerhertha zugespielt wurde.

Hertha investiert in die Zukunft

Ein anderes Thema, das hier gewünscht wurde, ist morgen, in der Mittwochs-Ausgabe groß in der Morgenpost: Stichwort Nachwuchsarbeit. Habe ein ausführliches Interview mit Benjamin Weber gemacht über die Hertha-Akademie, deren Leiter er ist.

Die Online-Version dieses Interviews ist noch mal 40 Prozent länger als das ohnehin ausführliche Gespräch in der Print-Ausgabe – hier.

Neulich war hier ja ein ganzer Beutel an Fragen gestellt zu diesem Thema. Einige davon haben wir besprochen. Fand es spannend zu hören, dass Hertha allein für den Nachwuchs drei Athletiktrainer hat. Die machen Koordiationsschulen „wie setzte ich den Fuß richtig auf“ …

Wie erkenne ich Wettbetrüger?

Es gibt psychologische Betreuung, Seminare zur „Ich-Stärkung“ und Persönlichkeitsentwicklung. Workshops „Medien-Schulung“. Wie ist das mit dem Umgang mit sozialen Medien und Computerspielen? Prävention zum Thema „Wetten und Manipulation“ .

Was hat es mit der Dardai’schen „Hertha-Philosophie“ auf sich?

Taktik-Revolution bei den Junioren

Ein Punkt, der im Interview (aus Platzgründen) nicht auftaucht: Warum nicht nur in der Nationalmannschaft verschiedene Systeme gespielt werden, sondern der Jugendfußball sich extrem verändert hat durch Videoanalyse.

Benjamin Weber hat erzählt, dass mittlerweile alle Junioren-Bundesligisten das Videomaterial des nächsten Gegners vorliegt. Weshalb alle Jugendtrainer taktisch ihre gesamte Trainingswoche ausrichten nach der Spielidee, wie sie den anstehenden Kontrahenten bezwingen wollen (allerdings hat der entsprechendes Material über Hertha …)

Nadelöhr oder Scheunentor?

Ausführlich geht es in dem Interview um die Frage der Durchlässigkeit zwischen Jugend und Profis. Ich habe diesen Punkt eher moniert (Nadelöhr), Weber hat darauf verwiesen:

„Durchlässigkeit ist unsere große Chance als Hertha BSC.“

Ach so, dann war da die Frage: Rechnet sich das eigentlich?

Weber: Dass sich die Nachwuchsarbeit lohnt, zeigt sich in erster Linie in über 50 Spielern, die seit 2001 in der Akademie von Hertha BSC ausgebildet wurden und es bis in den Profifußball geschafft haben. Auf der anderen Seite gab und gibt es direkte Erlöse aus Transfereinnahmen von Spielern, die bei Hertha ausgebildet wurden. Diese Erlöse beliefen sich für die Vergangenheit auf einen zweistelligen Millionenbetrag. Für die Zukunft erwarten wir noch höhere Einnahmen, da sowohl international (insbesondere England und China) wie national die Transfererlöse deutlich gestiegen sind und weiter steigen werden.

Quelle: Morgenpost

Training, 15.30 Uhr, Schenckendorff-Platz.

P.S. Neuer Stoff für das Immerhertha-Dechiffriersyndikat: Paul-Keuter-Sprech, diesmal auf der Hertha-Homepage – hier

Keuter: Wir müssen neue Zielgruppen und -märkte erreichen. Das, was Berlin ausmacht – national wie international – haben wir noch nicht richtig mitgenommen. Wenn wir uns so ausrichten wollen, dann fasst es das ganz gut zusammen, wenn wir sagen, wir sind Berlins ältestes Start-Up …