Herthas Profis geraten unter Druck

(jl) – Sie fanden einfach keine Lücken. Egal, wie sie es probierten, ob über außen oder ab durch die Mitte, sie liefen sich fest. Kein Durchkommen, stattdessen gerieten Herthas Profis am Mittwochvormittag massiv unter Druck.

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Ihr seht: Das oben skizzierte Szenario hatte mit Fußball im engeren Sinn nichts zu tun, vielmehr handelte es sich um ein paar eifrige Autogrammjäger, die den Berlinern auf den Füßen standen. Eine Grundschulklasse aus Oranienburg. Sie machte fette Beute.

Weiser sorgt für Schrecksekunde

Ähnlich eng wie auf dem Foto war es zuvor auch auf dem Schenckendorffplatz zugegangen. Erneut waren alle Mann an Bord – viel Betrieb. Nach einem Sechs-gegen-Drei in zwei Gruppen wurde „richtig“ Fußball gespielt. Acht gegen Acht (inkl. Torhüter) auf stark verkürztem und verengtem Feld. Wenig Raum, viele Zweikämpfe, hohe Intensität. Die Stimmung: locker, teils spaßig, aber dennoch konzentriert.

Für eine Schrecksekunde sorgte Mitchell Weiser, der nach einer kleinen Karambolage mit Tolga Cigerci am rechten Fuß behandelt werden musste. Kurz darauf gab’s Entwarnung. Weiser konnte weitermachen.

Van den Bergh außen vor

Drei Teams durften sich abwechselnd duellieren. Lediglich drei Profis blieben außen vor: Marvin Plattenhardt (am Sonnabend gesperrt), Dauer-Reservist Roy Beerens und Johannes van den Bergh. Das Trio feuerte ausgiebig Bälle auf die Ersatzkeeper Sascha Burchert und Nils Körber.

Könnte man nun natürlich als Indiz dafür werten, dass van den Bergh am Sonnabend wohl eher nicht Plattenhardts Posten als Linksverteidiger übernehmen wird. Pal Dardai benannte ihn dennoch erneut als einen der drei Ersatzkandidaten. Natürlich.

Allagui und Hegeler mit Sonderschicht

Als das Gros der Spieler schon Richtung Kabine entschwunden war, legten sich zwei noch mal richtig ins Zeug. Sami Allagui, der an seinem Comeback arbeitet, legte eine kleine Extraeinheit für Spritzigkeit/Antrittsschnelligkeit/Explosivität ein. Jens Hegeler klinkte sich ein, quälte sich genauso wie der Stürmer.

Am Nachmittag beschränkte sich Hertha auf Gegner-/Videoanalyse.

Kindsköpfe unter sich

Die Schlusspointe überlasse ich den Sportkameraden Sebastian Langkamp und Vedad Ibisevic:

Langkamp: „Hach, ich kann so gut mit Kinder umgehen.“ Ibisevic: „Ja, weil du selbst noch eins bist.“

Ab Donnerstag bereitet sich Hertha unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor. Die Pressekonferenz findet wegen Himmelfahrt erst am Freitag statt.