Keine OP: Entwarnung bei Vedad Ibisevic

(jl) – Sonnabend, der Tag danach. Nach einem 2:2 (1:1), das keiner Mannschaft so recht weiterhalf, Hertha noch weniger als den gefühlt schon abgestiegenen Hannoveranern.

Dazu kam am Vormittag ein kleiner Schocker: Vedad Ibisevic wurde mit Verdacht auf Anbruch eines Gesichtsknochen zu einem Spezialisten geschickt. Eine Operation schien möglich.

Am frühen Nachmittag dann die Entwarnung:

Dardai mahnt zu Realismus

In Bezug auf seinen Stürmer tappte Pal Dardai beim Auslaufen noch im Dunkeln. Stattdessen widmete sich der Coach einer ausführlicheren Einordnung.

Tenor: Die Träumer von der Champions League, das sind die anderen – Fans und Journalisten. Warum das nur die halbe Wahrheit ist, lest ihr am Sonntag in der Morgenpost.

Dardai: „Wir sind so weit, dass das Publikum zur Halbzeit pfeift, selbst bei Querpässen.“

Also, wer von euch war das?

Unter solchen Voraussetzungen, meinte der Coach, sollte man die Pläne für ein reines Fußballstadion vielleicht doch noch mal überprüfen. Bei derart anspruchsvollen Fans sei es vielleicht besser, wenn der Anhang weiter weg sitze. Nun ja.

Fragezeichen hinter Langkamp

Um bei den handfesten Dingen zu bleiben: Sebastian Langkamp hat sich gegen 96 einen Blessur am Sprunggelenk zugezogen. Er unterzieht sich am Montag einer MRT-Untersuchung. John Brooks soll in der kommenden Woche wieder voll trainieren. Ob er gegen Hoffenheim schon spielt, wird auch von Langkamps Genesung abhängen. Thomas Kraft trainierte am Sonnabend mit den Reservisten. Sah fit aus.

Festzuhalten bleibt: Der 29. Spieltag produzierte aus Berliner Sicht durchaus auch positive Neuigkeiten. Das Binnenklima scheint intakt, und mit Julian Schieber hat Hertha wieder eine Offensiv-Waffe mehr im Repertoire.

So, am Samstagnachmittag dürfen drei von Herthas Verfolgern ran. Gladbach ist zu Gast in Ingolstadt, Wolfsburg empfängt Mainz. Man darf gespannt sein.

Sonntag dürfen die Berliner die Füße hochlegen. Nächstes Training: Montag, 15 Uhr.