Angriffslustig in den April

(jl/dr) – Hatte insgeheim ja auf einen Aprilscherz bei der Hertha-PK gehofft. Blieb dann aber aus. Stattdessen: demonstratives Selbstvertrauen, vor allem transportiert vom Chefcoach.

Pal Dardai: „Das war ein geiles Training heute, die Jungs sind scharf. Nach so einem Training kann ich offensiv sagen: Wir wollen in Gladbach gewinnen.“

Niklas Stark ist gesetzt

Machen wir es kurz und knackig: Wer den Ersatz für John Brooks gibt, ist laut Dardai nach wie vor nicht entschieden. Sowohl für Sebastian Langkamp („gefährlich bei Ecken – er schuldet uns mal wieder ein Siegtor“) als auch für Fabian Lustenberger (mehr Handlungsschnelligkeit, bessere Spieleröffnung) fand der Trainer gute Argumente. Also: noch mal drüber schlafen.

Niklas Stark hat seinen Platz übrigens sicher. Der Trainerstab hat am Freitag die Duos Stark – Lustenberger und Stark – Langkamp ausprobiert.

Thomas Kraft war der einzige Hertha-Profi, der am Freitag pausieren musste. Noch bereiten die Nachwirkungen seines Infekts Probleme. Ausgeschlossen ist eine Mitreise nach Gladbach aber nicht. Andernfalls steht Sascha Burchert parat.

Als letzter Nationalspieler stieß am Freitag Salomon Kalou wieder zum Team. Tatsächlich hatte der Stürmer auf der Rückreise vom Nationalteam wohl einen Flieger verpasst (doch ein Aprilscherz?). „Kein Drama“, sagte Dardai. Am Freitag trainierte Kalou „von der ersten bis zur letzten Minute“.

Das Ziel: vier Siege aus sieben Spielen

Ein Stück weit ging es am Freitag ja auch darum, den Saisonendspurt einzuläuten. So hörte sich das dann an:

„Es sind noch sieben Spiele, wenn wir davon vier gewinnen, dann kann etwas passieren. Ich glaube, das als Ziel ist nicht schlecht.“

Dass weder die Begriffe „Champions League“ noch „Europa League“ fielen, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen, oder?

Hier die PK in voller Länge:

Gladbachs Raffael fällt aus

Dardais Gladbacher Pendant André Schubert begrub unterdessen die letzten Hoffnung auf einen Einsatz von Raffael. Bitter für die Borussia. Sicher nicht von Nachteil für Hertha.

Schubert über Hertha:

Unterschätzen werden die Berliner den kommenden Gegner trotzdem nicht. Zuhause ist Gladbach schließlich eine ziemliche Macht. Seitdem Schubert das Erbe von Lucien Favre angetreten hat, hat die Borussia zehn von zwölf Heimspielen gewonnen – unter anderem gegen Gelsenkirchen, Wolfsburg, Stuttgart und den FC Bayern.

In den jüngsten drei Heimspielen blieb Gladbach jeweils ohne Gegentor. Aber wie heißt es so schön: Serien sind da, um gebrochen zu werden.

Am Sonnabend heißt es auf dem Olympiagelände wieder: Schotten dicht. Dafür gibt es den 18er-Kader.