Hertha vs. Mönchengladbach: Spaß muss sein

(jl) – Trainingsbeobachter schauten am Donnerstag in die Röhre. Nix los auf dem Schenckendorffplatz. Stattdessen war Basketball angesagt. Unser Prakti hat den Hertha-Tag für euch zusammengefasst.

Von Dennis Robitzer

Pal Dardai ist immer für eine Überraschung gut. Herthas Cheftrainer bat seine Spieler am Donnerstag zu einer Basketball-Einheit in die Halle. Keine Zuschauer, kein Fußball, stattdessen Teambuilding, Lockerheit und das Hoffen auf die richtige Mischung zwischen An- und Entspannung. Spaß muss sein.

Nach knapp 45 Minuten war die spaßige Trainingseinheit vorbei. Der beste Korbjäger? „Jens Hegeler ist nicht schlecht, aber auch Mitch (Weiser) hat Talent“, sagte Dardai, der aber betonte, dass er beim Hallensport kein Fachmann sei. Das kleine Turnier gewann am Ende das Team um „Top-Talent“ Weiser, gemeinsam mit Julian Schieber, Alexander Baumjohann und Vedad Ibisevic.

Dardai will gegen „das beste Gladbach“ spielen

„Wir wollten gemeinsam Spaß haben und keiner sollte sich verletzen. So haben morgen alle den gleichen körperlichen Zustand und natürlich konnten wir taktisch trainieren. Wir haben mit Raute gespielt“, sagte Dardai gut gelaunt.

Ein wenig verwundert waren die knapp 50 vor der Halle wartenden Kiebitze, als plötzlich Peter Pekarik an ihnen vorbei lief. Der Slowake konnte aufgrund seiner Schulterverletzung aus der Hinrunde nicht beim Basketball mitwirken und lief stattdessen mit Fitnesstrainer Henrik Kuchno.

Am Sonntag (15:30 Uhr) hofft Dardai auf „das beste Gladbach“ – und hätte auch kein Problem mit einem Einsatz von Ex-Herthaner Raffael. Der 31-Jährige spielte von 2008 bis 2012 in Berlin, hat in dieser Saison bereits 13 Tore erzielt und ist laut Dardai ein Spieler, „der aus dem Nichts ein Spiel entscheiden kann“. Der Ungar möchte keine Ausreden gelten lassen, vielmehr wartet auf die Borussia am Sonntag auch eine „gut vorbereitete Hertha“.

Langkamp oder Lustenberger?

Für John Brooks kommt die Begegnung definitiv zu früh. Und auch für das nächste Heimspiel gegen Hannover 96 am Freitag (8. April) ist der US-Amerikaner noch fraglich. Für Dardai ist das Problem bei Brooks schnell erkannt: „Jay ist einfach zu lang. Die Fläche ist zu groß“, scherzte der Ungar.

Als Ersatz kommt der genesene Kopfballspezialist Sebastian Langkamp infrage. Der spielintelligente Fabian Lustenberger stünde ebenfalls bereit. Noch sei die Entscheidung nicht gefallen.

In den vergangenen Bundesligajahren war Hertha nicht gerade dafür bekannt, im Saisonendspurt noch nachlegen zu können. 2014/15 wurde nach dem 2:0-Sieg am 27. Spieltag gegen Paderborn kein Spiel mehr gewonnen. Es folgten vier Niederlagen und drei Unentschieden.

Hertha und der Saisonendspurt

Auch in den Spielzeiten 09/10, 11/12 und 13/14 sieht die Bilanz nicht gut aus. Nie konnte Hertha mehr als eins der letzten sieben Spiele gewinnen. Letztmals gelang das in der Saison 08/09. Am Ende stand bekanntermaßen das internationale Geschäft zu Buche. Schauen wir mal, wie es diesmal läuft.

Als Rausschmeißer: „Spaß muss sein“ zum Zweiten. Zwischen Hertha und Gladbach entfachte heute ein kleiner Tweef, ein „Streit“ (Beef) auf Twitter.

Hertha scheint immer die passende Antwort zu haben. Ein gutes Omen?

Am Freitag bleiben die Schranken vor dem Olympiagelände für Journalisten geschlossen. Wir schauen uns stattdessen die Pressekonferenz für euch an.